Am 7. März 2015: Alle nach Bern

Am 7. März 2015 findet auf dem Bundesplatz eine kraftvolle Demonstration für Lohngleichheit und gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters statt.

Bis Ende 2014 kommt der Gesetzesentwurf  zum Thema Lohnkontrollen in die Vernehmlassung. Und im Frühjahr 2015 wird das Projekt Altersvorsorge 2020 im Parlament behandelt. Unter anderem soll damit das Rentenalter der Frauen hochgesetzt werden.

Ein guter Zeitpunkt, um deutlich zum machen: Wir wollen effektive Kontrollen der Lohngleichheit, und wir wehren uns gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters.

Daher: am 7. März 2015 gehen Frauen und solidarische Männer nach Bern!

 

 

Frauenkonferenz 7./ 8. November in Thun

Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist eine zerbrechliche Angelegenheit, und die Frauenrechte werden immer wieder angegriffen. Kinderbetreuung, familiäre Arbeitsteilung, Schwangerschaftsabbruch, Altersvorsorge, Quoten, Löhne gehören zu den Fragen, welche in Diskussion sind und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen betreffen.

Und auch der Service Public wird vermehrt angegriffen und in Frage gestellt. Das trifft Frauen als Arbeitnehmerinnen und als Nutzerinnen. Spar- und Abbauprogramme treffen sie daher besonders und führen zu einem Anwachsen der unbezahlten Arbeit und zu einer Verschlechterung der Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Die Verbandskonferenz Frauen beschäftigt sich mit Fragen rund um den Service Public: Was haben die Angriffe auf die Frauenrechte mit dem Abbau des Service Public zu tun? Was ist ein guter Service Public aus Sicht der Frauen? Was für einen Staat brauchen wir? Und was lässt sich gegen die Abbauprogramme tun?

Für einen starken Service Public im Dienst von Frauen!

Programm

Bezahlte Stillpausen für berufstätige Mütter

Ab 1. Juni 2014 müssen Stillpausen von berufstätigen Müttern im ersten Lebensjahr des Kindes im Umfang von 30 - 90 Minuten entlöhnt werden.  Bei der Anrechnung der Stillzeit wird nicht mehr zwischen Stillen im Betrieb und Stillen ausserhalb des Betriebs unterschieden.

Diese erfreuliche Neuerung ist ein kleiner Schritt zu einer besseren Vereinbarkeit  von Erwerbsarbeit und Betreuungsaufgaben. Weitere Details finden sich im Infoblatt Stillen.

8. März 2014: Gleicher Lohn - Mindestlohn!

Zum internationalen Tag der Frau am 8. März 2014 fordern die Gewerkschaftsfrauen Mindestlöhne, damit die Lohngleichheit endlich vorankommt. In der reichen Schweiz verdienen 230'000 Frauen (und rund 100'000 Männer) weniger als 22 Franken pro Stunde. Viele dieser Frauen haben eine Lehre absolviert und verfügen über viel Erfahrung. Die Initiative für einen gesetzlichen Mindestlohn kann zwar die Lohnungleichheit nicht allein beseitigen, aber sie leistet einen Beitrag zu mehr Lohngerechtigkeit. Daher: Ja zum Mindestlohn am 18. Mai 2014!

Flyer deutsch

Flyer französisch

Flyer italienisch 

 

 

 

vpod-Frauenkonferenz 7./ 8. November 2014 in Thun

Frauen für den Service Public - ein Service Public für die Frauen - Staatsfinanzen, Familienpolitik, Care Arbeit, soziale Sicherheit

Die Verbandskonferenz Frauen beschäftigt sich mit Fragen rund um den Service Public: Was haben die Angriffe auf die Frauenrechte mit dem Abbau des Service Public zu tun? Was ist ein guter Service Public aus Sicht der Frauen? Was für einen Staat brauchen wir? Und was lässt sich gegen die Abbauprogramme tun?

Anmeldungen bei den vpod-Regionalsekretariaten. Vorläufiges Programm.

Nein zur familienfeindlichen SVP-Initiative

Die Familieninitiative will angeblich Familien stärken, doch sie bewirkt genau das Gegenteil. Nach dem Willen der SVP soll sich Erwerbsarbeit für Mütter nicht mehr lohnen: Die Mehrheit der Familienhaushalte ist auf zwei Einkommen angewiesen. Diese Familien werden mit der Initiative bestraft, da sie höhere Steuern zahlen müssen und sich die Arbeit des Zweitverdieners (meistens die Frau) nicht mehr auszahlt.
Die Initiative klingt sympathisch, weil sie scheinbar die unbezahlte Betreuungsarbeit aufwerten will. Tatsächlich wird die unbezahlte Arbeit aber nur bei gutgestellten Einverdienerfamilien anerkannt. Die anderen gehen leer aus oder zahlen sogar drauf.
Damit schadet die Initiative der grossen Mehrheit der Familien und wird vom vpod entschieden abgelehnt.
Ein ausführliches Argumentarium findet sich hier.

Internationaler Frauentag 2013: Kundgebung am 7. März 2013

Bei einer Demo vor dem Bundeshaus forderten die SGB-Frauen am 7. März   Lohngleichheit jetzt – Handbremse lösen! 

Im bisherigen Schneckentempo darf es nicht weitergehen: Wenn die Wirtschaft bei der Beseitigung dieses Unterschieds weiter so trödelt wie in den letzten 10 Jahren, dann wird Lohngleichheit erst in 66 (!) Jahren erreicht sein. Deshalb verlangen die Gewerkschaftsfrauen zwingende gesetzliche Instrumente zur Durchsetzung der Lohngleichheit.

 

Impulsprogramm Kinderbetreuung: Es braucht einen Nachtragskredit!

Das Impulsprogramm für die familienergänzende Kinderbetreuung ist so erfolgreich, dass es schon wieder vor dem Ende steht: Der Kredit, der für die Jahre 2011 bis 2015 gesprochen wurde, ist bereits jetzt fast ausgeschöpft und wird voraussichtlich nicht länger als bis 2013 reichen. Daher braucht es dringend einen Nachtragskredit, damit allen Anträgen zur Schaffung von neuen Plätzen entsprochen werden kann.

Medienmitteilung

AHV: Keine Erhöhung des Frauenrentenalters!

Bundesrat Alain Berset hat vor wenigen Tagen (Ende November 2012) die Leitlinien zur nächsten AHV- und BVG-Revision bekanntgegeben. Die vpod-Frauen werden sich zusammen mit der SGB-Frauenkommission mit den Revisionspunkten im Detail auseinandersetzen, wenn die Vorschläge konkret auf dem Tisch liegen. Eines steht allerdings heute schon fest: Eine Rentenaltererhöhung der Frauen auf 65 Jahre ohne Gegenleistung kommt nicht in Frage.
Es gibt keinen Grund das Rentenalter der Frauen zu erhöhen. Die AHV steht auf soliden Füssen und in der Gleichstellung sind noch viele Baustellen offen. Zudem werden ältere Arbeitnehmende vorzeitig aus dem Arbeitsmarkt verdrängt. Eine Rentenaltererhöhung der Frauen könnte höchstens in Betracht gezogen werden, wenn das durch diese Erhöhung zusätzlich in die AHV fliessende Geld in vollem Umfang den Frauen zur Verbesserung ihrer Altersvorsorge zu Gute kommt. Nach wie vor verdienen Frauen markant weniger als Männer und erledigen deutlich mehr unbezahlte Arbeit – Arbeit, welche für die ganze Gesellschaft wichtig ist. Eine einseitige „Gleichstellung“ in der Rentenalterfrage auf Kosten der Frauen ist inakzeptabel.

14. Juni 2012: ParlamentarierInnen sollen Farbe bekennen

„Herr Spuhler: Stehen Frauenlöhne bei Ihnen still? – Lohngleichheit jetzt!“ Mit diesem und ähnlichen Transparenten ausgestattet, empfingen heute Morgen gut 60 SGB-Frauen in einer Protestaktion die zur Session eintreffenden ParlamentarierInnen. Die SGB-Frauen forderten die ParlamentarierInnen auf, auch in ihrer Rolle als UnternehmerIn oder Verwaltungsrat endlich den Tatbeweis für Lohngleichheit zu liefern. Gesetze müssten nicht nur beschlossen, sondern auch umgesetzt werden.

Seit 30 Jahren ist der Anspruch von Frau und Mann auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit in der Verfassung verankert. Dennoch verdienen heute Frauen im Schnitt immer noch 18.4 Prozent weniger als Männer. Dazu passt, dass dem vor drei Jahren gestarteten Lohngleichheitsdialog bisher erst 24 Unternehmen beigetreten sind. Die SGB-Frauen gaben vor dem Bundeshaus klar zum Ausdruck, dass sie nicht länger auf die Umsetzung der Lohngleichheit warten wollen. Sie fordern, dass deutlich mehr Unternehmen am Lohngleichheitsdialog teilnehmen. Andernfalls müssen staatliche Kontrollen eingeführt werden.

14. Juni 2012 auf dem Bundesplatz

Tagung zur schulischen Tagesbetreuung in der Nordwestschweiz

Am 7. September findet in Rheinfelden eine Tagung zum Thema "Qualität lohnt sich - Mittagstische, Horte, Tagesschulen in der Nordwestschweiz" statt. Die schulische Tagesbetreuung wird an vielen Orten ausgebaut und überall stellen sich ähnliche Frage: Welche Qualität wollen wir und wie können wir sie finanzieren? Die geplante Tagung will zeigen, welche Lösungen an verschiedenen Orten gefunden wurden, was sich bewährt und wo die Stolpersteine liegen. Sie wird organisiert vom Verein Bildung und Betreuung beider Basel und dem Dachverband Tagesstrukturen/ Mittagstische Aargau und richtet sich an Fachleute und PraktikerInnen aus Mittagstischen, Tagesstrukturen, Horten, Gemeinden, Behörden sowie an alle Interessierten. Programm und Anmeldung unter www.bildung-betreuung.ch, Flyer

8. März 2012: Wir warten immer noch auf gleiche Löhne!

Trotz Gleichstellungsgesetz sind die Lohnunterschiede zwischen 1998 und 2008 nur 1.7% gesunken. Trotz Lohnstudien, Gender-Beauftragten, Informationsbroschüren, Frauenlohnrechner, Arbeitsplatzbewertungen, Demos, juristischen Gutachten und vielen anderen Anstrengungen will die Lohngleichheit nicht so recht vorankommen. Und trotz offensichtlicher Ungleichheiten will sich auch niemand so recht verantwortlich fühlen. 2010 wurde mit Unterstützung des Justizdepartments von Gewerkschaften und den Dachverbänden der Arbeitgebenden der "Lohngleichheitsdialog" ins Leben gerufen. Er setzt auf Freiwilligkeit. Ziel ist es, dass Unternehmen und Verwaltungen mit mehr als 50 Mitarbeitenden ihre Löhne freiwillig mit einem anerkannten Instrument überprüfen. 
Die Ziele des Projekts sind äusserst bescheiden. Im Jahr 2011 sollten mindestens 20 Unternehmen gefunden werden, welche ihre Löhne im Rahmen des Lohngleichheitsdialogs überprüfen. Im Februar 2012 ist man mit Ach und Krach tatsächlich bei 20 Unternehmen angelangt. Das ist nicht genug. Daher wollen die Gewerkschaftsfrauen zum Internationalen Frauentag am 8. März von den Volksvertretern in Bern wissen: Was tun Sie eigentlich ganz konkret in Ihrem Umfeld für die Lohngleichheit? Die Liste der "Interessensbindungen" unserer Nationalrätinnen und Nationalräte ist ganze 52 Seiten lang, fast alle sind verbunden mit Unternehmen, Genossenschaften oder Verbänden, die Leute beschäftigen und Löhne zahlen. Wir erwarten von unseren VolksvertreterInnen, dass sie sich in diesen Unternehmen, bei denen sie im Verwaltungsrat oder Vorstand sitzen, für eine Lohnüberprüfung einsetzen. Diese Aufforderung wird ihnen am 8. März in Bern übergeben.

Brief deutsch, Brief französisch

Schulische Tagesbetreuung aus interkultureller Perspektive

Ein Weiterbildungskurs des vpod
Samstag, 12. Mai 2012, 13.30 Uhr - 17.30 Uhr

Insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund ist die Chancengleichheit im Schweizer Bildungswesen nicht gewährleistet. Eine gute Tagesbetreuung kann aber wesentlich zu deren Bildungserfolg beitragen. Thema des Kurses sind die dafür nötigen Rahmenbedingungen und pädagogischen Konzepte. Die Teilnehmenden lernen wissenschaftliche Studien über die Tagesbetreuung kennen und bekommen praktische Modelle vorgestellt.

Programm Anmeldung

Essen und arbeiten - sind Lohnabzüge erlaubt?

In Heimen, Horten, Kindertagesstätten und anderen Betreuungseinrichtungen ist es an vielen Orten üblich und notwendig, dass die Angestellten ihre Mahlzeiten gemeinsam mit den betreuten Personen einnehmen oder getrennt aus der gleichen Küche verpflegt werden. Oftmals macht der Arbeitgeber für diese Mahlzeiten Abzüge beim Lohn. Darf er das? Infos dazu finden sich hier.

14 Juni 2011: Schluss mit dem Schneckentempo bei der Gleichstellung

8. März 2011 in Bern: Frauen fordern gleiche Rechte

Wir haben ein Ziel - gleich viel!

Zum internationalen Frauentag am 8. März versammelten sich Gewerkschaftsfrauen auf dem Bundesplatz, um zu zeigen, dass auch im Jahr 2011 in Sachen Gleichstellung noch viel zu tun bleibt.
Immer noch verdienen Frauen fast 20% weniger, und es fehlt an Krippe- und Pflegeplätzen, um nur zwei Punkte zu nennen.
Daher heisst es dieses Jahr am 14. Juni: Achtung, fertig, Frauen los! Wir haben ein Ziel - gleich viel!

40 Jahre Frauenstimmrecht

In Bern stiessen rund 50 Frauen am 7. Februar auf den Geburtstag des Frauenstimmrechts an. Damit eröffneten sie offiziell das Jubel- und Aktionsjahr 2011. Weitere wichtige Termine: 8. März - Internationaler Frauentag; 14. Juni: 30 Jahre Gleichstellung in der Verfassung, 20 Jahre Frauenstreik, 15 Jahre Gleichstellungsgesetz.

Frauen in Bewegung: 11. vpod-Frauenkonferenz in Lausanne

In Lausanne fand am 12./ 13. November die 11. vpod-Frauenkonferenz statt. Etwa 80 Delegierte diskutierten über die Frage, wie sich Betreuungsaufgaben und Angehörigenpflege mit der Erwerbstätigkeit vereinbaren lassen. Ausserdem wurde die Bedeutung der Care-Ökonomie für die Gesellschaft thematisiert, und es wurden erste Vorbereitungen für einen nationalen Aktions- und Streiktag am 14. Juni 2011 getroffen. Dokumente:

Referat Hildegard Theobald (PP)

Folien Christine Flitner zur Angehörigenpflege (PP)

Positionspapier zur Angehörigenpflege

Verabschiedete Resolutionen

14. Juni 2010: Frauenprotest vor dem Bundeshaus

Zum 14. Juni - dem Jahrestag des Frauenstreiktag von 1991 - demonstrierten die Gewerkschaftsfrauen auf dem Bundesplatz, dass sei mit der frauenfeindlichen Sparpolitik des Bundesrats nicht einverstanden sind.

Rote Karte für Bundesrat und Parlament

Kinderbetreuung: Offener Brief an Bundesrat Burkhalter

Obwohl das Impulsprogramm für die Krippenfinanzierung äusserst erfolgreich ist und einem dringenden Bedürfnis von Familien entspricht, soll es gekürzt werden. Zudem sollen Betreuungseinrichtungen für Schulkinder nicht mehr gefördert werden.
Schon jetzt steht die Schweiz in Bezug auf die familienbegleitende Kinderbetreuung im internationalen Vergleich sehr schlecht da. Eine weitere Kürzung der Ausgaben wäre ein beschämender und durch nichts zu vertretender Rückschritt.
Der vpod hat zusammen mit dem Krippenverband KiTaS im Februar dieses Jahres eine Petition für die bessere Finanzierung der familienexternen Kinderbetreuung mit ca. 10000 Unterschriften eingereicht. Die Antwort des zuständigen Bundesrats war äusserst unbefriedigend. Der vpod richtet sich daher mit einem offenen Brief an den Bundesrat und fordert ihn auf, sich für eine nachhaltige Förderung der Kinderbetreuung einzusetzen.
Das Impulsprogramm darf nicht gekürzt werden. Die Betreuung von Schulkindern muss weiterhin gefördert werden, und die Qualität der familienbegleitenden Betreuung muss deutlich steigen!

Die Arbeitslosenversicherung diskriminiert die Frauen

Schon in der heutigen Ausgestaltung ist die Arbeitslosenversicherung lückenhaft und diskriminiert die Frauen, weil sie öfters in prekären Verhältnissen arbeiten und mehr Unterbrüche in ihrer Berufslaufbahn haben. Auch erwerbslose Mütter werden diskriminiert.
Daher darf die Arbeitslosenversicherung nicht auch noch abgebaut werden. Im Gegenteil: Sie muss verbessert werden. Mehr

Vernetzungswerkstatt zur Schulischen Tagesbetreuung

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Tagesbetreuungseinrichtungen funktioniert noch nicht überall reibungslos, und es gibt für beide Seiten viele offene Fragen.
Vernetzungswerkstätten bieten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu diskutieren. Eingeladen sind alle, die beruflich mit der Tagesbetreuung zu tun haben oder daran interessiert sind.
Nächste Termine:
Mittwoch, 23. Juni 2010, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Mittwoch, 1. September, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Programm und Anmeldung

vpod-Frauenkonferenz 12./ 13. November 2010 in Lausanne

Am 12./ 13. November 2010 findet in Lausanne die 11. vpod-Frauenkonferenz statt (Programm). Unter anderem wird es dort um die Themen Angehörigenpflege, Care-Arbeit, Wertschätzung und Anerkennung von Frauenarbeit und einen feministischen Blick auf die Wirtschaftskrise gehen. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Vorbereitung des 14. Juni 2011. 20 Jahre nach dem ersten Schweizer Frauenstreik wird Bilanz gezogen. Schon jetzt ist klar: Es bleibt viel zu tun, ein neuer Streik liegt in der Luft! Anmeldungen und Informationen in den vpod-Regionalsekretariaten.

Demo "Her mit dem schönen Leben" am 13. März 2010

Marche Mondiale des Femmes: Am 13. März nationale Frauendemo in Bern

Unter dem Motto Her mit dem schönen Leben findet am 13. März 2010 im Rahmen des Frauenweltmarsch in Bern eine farbenfrohe Demo für die Recht der Frauen statt.
Der Frauenweltmarsch setzt sich ein für die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen, für tragfährige öffentliche Dienste, für Frieden und Entmilitarisierung sowie gegen jegliche Gewalt gegen Frauen.

Infos zur Demo

Infos zum Transport

Die Forderungen des vpod

Website Marche mondiale des femmes

Krippenförderung: Bund soll Kürzungen rückgängig machen

Übergabe der Petition zur Kinderbetreuung in Bern

Das Förderprogramm für Kindertagesstätten ist erfolgreicher als vorgesehen: Nach Auskunft des Bundesamt für Sozialversicherungen sind die Beiträge für die Periode 2007 bis 2010 bis spätestens im Mai ausgeschöpft. Auch Projekte, die alle Kriterien für die Förderung erfüllen, können dann nicht mehr unterstützt werden.
Der vpod fordert den Bundesrat daher auf, den Kredit für das Jahr 2010 aufzustocken, damit alle Gesuche, welche die Kriterien zur Förderung erfüllen, unterstützt werden können. Der erfreuliche Erfolg des Programmes zeigt, dass das Parlament schon vor vier Jahren schlecht beraten war, als es den beantragten Betrag kürzte. Noch fataler sind die Kürzungen, die der Bundesrat vor kurzem für die nächste Förderperiode ab 2011 beschlossen hat, indem er den Kredit von 140 Millionen auf 80 Millionen Franken zurückgenommen hat und die Betreuung von Schulkindern aus dem Programm gekippt hat. Die Entscheidung zeigt einmal mehr die Konzeptlosigkeit in Sachen Tagesbetreuung, die die Schweizer Familienpolitik prägt.
Der vpod ist der Meinung, dass die familienergänzende Kinderbetreuung mit Nachdruck ausgebaut werden muss. Unter anderem braucht es eine Qualitätsoffensive, damit die betreuten Kinder nicht nur aufbewahrt, sondern altersgemäss gefördert werden. Auch die Löhne im Bereich der Kinderbetreuung müssen zwingend steigen, entsprechend den hohen Anforderungen, welche die Arbeit stellt.

 

Übergabe der Petition am 26. Februar 2010

Es gibt kein feministisches Ja zu Minarett- oder Burka-Verboten

Bei der Abstimmung über das Minarett-Verbot wurde die Behauptung aufgestellt, Gleichstellungsüberlegungen würden für ein Ja zur Initiative sprechen. Und nach der Abstimmung geht es gleich weiter: Die CVP fordert ein Burka-Verbot und wird dabei sekundiert von den SP-Frauen, die darin einen emanzipatorischen Akt sehen wollen. Das ist ziemlich herablassend! Mehr

Dass es den SP-Frauen eigentlich nicht um Symbole geht, sondern um Frauenrechte, dokumentieren sie mit einer Charta für die Rechte der Frauen, für die zur Zeit Unterschriften gesammelt werden.

Lohnunterschiede im öffentlichen Sektor: In den unteren Lohnklassen vergrössert sich die Kluft

Die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik vom November 2009 zeigen, dass Frauen auch im öffentlichen Sektor nach wie vor weniger verdienen als Männer, und zwar im Durchschnitt 12.9%. Allerdings hat sich die Lohndifferenz in einigen Bereich in den höheren Lohnklassen - anders als in der Privatwirtschaft - leicht vermindert. Dagegen sind bei den Arbeiten mit niedrigem Anforderungsniveau die Lohnunterschiede gestiegen. Mehr

Lohnfortzahlung für die Pflege kranker Kinder

Der vpod fordert, dass Eltern, deren Kinder an Grippe erkrankt sind, ihre Kinder ohne Lohneinbussen gesund pflegen können.
Der Lohn von erwachsenen LohnempfängerInnen, welche die Grippe haben, ist versichert ist. Das gilt jedoch nicht für den Fall, dass die Kinder oder ein anderer naher Angehöriger erkranken und Pflege brauchen. Das Arbeitsgesetz sieht bei Krankheit von Kindern einen bezahlten Urlaub von 3 Tagen pro Krankheitsfall vor. Nach Meinung des vpod ist das ungenügend. mehr

Kinderbetreuungsverordnung: ungenügend!

Der vpod begrüsst, dass die Pflegekinderverordnung endlich revidiert wird und insbesondere, dass die familienergänzende Tagesbetreuung in diesem Zusammenhang gesondert geregelt wird.
Der schnelle Ausbau der familien- und schulergänzenden Tagesbetreuung in den letzten Jahren hat bedauerlicherweise dazu geführt, dass die Aufmerksamkeit stark auf dem quantitativen Ausbau liegt, während qualitative und bildungspolitische Aspekte vernachlässigt werden. Die neue Kinderbetreuungsverordnung KibeV muss daran gemessen werden, wieweit sie geeignet ist, dieses Defizit zu beheben und die Qualität in der familienbegleitenden Kinderbetreuung zu gewährleisten. Leider ist der Entwurf in entscheidenden Punkten ungenügend. Vernehmlassungsantwort (PDF)

5 Milliarden für die Kinderbetreuung

Familienergänzende Kinderbetreuung fair finanzieren - unter diesem Titel hat der vpod eine Petition lanciert. Der Bundesrat wird damit aufgefordert, die Grundlagen für eine faire Finanzierung der Kinderbetreuung zu schaffen. Dafür sollen mindestens 1 % des Bruttoinlandprodukts (BIP) in Form von öffentlichen Geldmitteln zur Verfügung gestellt werden, gemäss den Empfehlungen der OECD und der UNICEF. Petitionsbögen und Hintergrundinformationen finden sich hier.

Equal Pay Day 10. März 2009

10. März 2009: Equal Pay Day - Tag der Lohngleichheit

Am 10. März begehen vpod-Frauen zusammen mit vielen anderen Frauen in der ganzen Schweiz den Equal Pay Day. Sie wollen darauf aufmerksam machen, dass Frauen in der Schweiz durchschnittlich immer noch deutlich weniger verdienen als Männer, nämlich ca. 19 %.
Das heisst, sie müssen länger arbeiten, um den gleichen Betrag im Portemonnaie zu haben. Und wenn ER am Ende des Jahres seinen vollen Lohn bekommt, dann muss SIE noch 49 Arbeitstage anhängen, um gleich viel in der Tasche zu haben. Erst am 10. März 2009 haben Frauen in der Schweiz das Geld verdient, das ein Mann in der gleichen Position schon am 31. Dezember 2008 erhalten hat.
Und weil Frauen bei gleicher Qualifikation weniger in der Tasche haben, ist das Symbol des Equal Pay Day eine rote Tasche.
Der Equal Pay Day wird in vielen Ländern begangen – jeweils an einem anderen Tag: in den USA, in Deutschland, in Österreich, in Belgien und an anderen Orten machen Frauen auf die Lohnunterschiede aufmerksam.
Und wenn die Lohnunterschiede sinken, dann rückt der Equal Pay Day nach vorne in Richtung Februar und Januar. Irgendwann wird es ihn gar nicht mehr geben, nämlich dann, wenn Frauen gleich viel verdienen wie Männer.
In der Schweiz rufen verschiedene Frauenorganisationen zur Teilnahme am Equal Pay Day auf: Ausser den Gewerkschaftsfrauen sind es die Business Professionell Women, die Alliance F, die nationalen und kantonalen Gleichstellungsbüros und andere mehr. Ausführliche Informationen finden sich auf der Website www.equalpayday.ch

Über vpod-Aktivitäten in den einzelnen Regionen informieren die vpod-Regionalsekretariate.

Statistiken zu den Lohnunterschieden in ausgewählten Bereichen des öffentlichen Dienstes finden sich hier (Lohnunterschiede PDF).

Qualitätsrichtlinien zur familienexternen Tagesbetreuung

Der Ausbau der familienexternen Kinderbetreuung wird heute von weiten Kreisen unterstützt und es werden laufend neue Betreuungsplätze geschaffen. Allerdings geht der schnelle Ausbau an vielen Orten auf Kosten der pädagogischen Qualität und der Arbeitsbedingungen.
Das hat den vpod dazu bewogen, mit Fachleuten der verschiedenen betroffenen Berufsgruppen Qualitätsrichtlinien zu erarbeiten, die hiermit vorgelegt werden. Sie zeigen auf, welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit die familienexterne Kinderbetreuung ihre Aufgabe der Bildung, Betreuung und Förderung jeweils altersgerecht nachkommen kann.

Qualitätsrichtlinien Kinderbetreuung

Erfolgreiche Tagung "Gute Tagesbetreuung für Kinder"

An einer sehr gut besuchten Tagung zum Thema „Gute Tagesbetreuung für Kinder“ diskutierten am 13. Juni 2008 in Bern etwa 130 Fachleute und Interessierte dringend notwendige Massnahmen im Bereich der familienexternen Kinderbetreuung. Zu den wichtigsten gehören 
- Bund und Kantone müssen Qualitätsmasstäbe festlegen, welche den pädagogischen Anforderungen an eine sinnvolle Kinderbetreuung gerecht werden. 
-  Die Löhne müssen den hohen Anforderungen des Berufs angepasst werden und deutlich steigen. Der Mindestlohn für eine Person mit abgeschlossener Ausbildung darf nicht unter Fr. 4500.- liegen.

Download Tagungsbeiträge

Michela Bovolenta: Accueil collectif des enfants en Suisse (PDF)

Christine Flitner: Kinderbetreuung - ein Blick auf Europa (PDF)

Thomas Jaun: Mehr als "sauber, sicher, satt" - was familienergänzende Betreuung leisten kann (PP-Folien)

Marianne Zogmal: Comment valoriser le métier d'éducation de la petite enfance?

Dokumente und Positionen

14. Juni: Tag der Lohngleichheit

Brunch, Film und Gedankenaustausch in Zürich

8. März 2008 - Frauen fordern mehr Qualität in der Kinderbetreuung

Zum internationalen Tag der Frau am 8. März fordert der vpod bessere Anstellungsbedingungen und mehr Qualität in der familienexternen Kinderbetreuung. Der vpod begrüsst den zügigen Ausbau der familienexternen Kinderbetreuung, wie er heute von breiten Kreisen gefordert wird. Allerdings werden Fragen der Qualität und der Anstellungsbedingungen bisher sträflich vernachlässigt, so dass sich ein allgemeines Absinken der Qualität abzeichnet. vpod-Präsidentin Christine Goll hat daher zur Frühjahrssession im Nationalrat eine Motion eingereicht zum Thema Qualitätsrichtlinien in der Kinderbetreuung,
In einer neuen Broschüre "Familienergänzende Tagesbetreuung für Kinder. Anforderungen an Qualität, Arbeitsbedingungen und Ausbildung" sind die Positionen und Forderungen des vpod zusammengefasst.

Medienmitteilung 8. März

Motion Christine Goll

Broschüre "Familienergänzende Kinderbetreuung" (Download)

Broschüre (Bestellung)

 

Frauenlöhne - aktuelle Zahlen aus dem öffentlichen Dienst

Die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, dass Frauen auch beim Staat nach wie vor weniger verdienen als Männer. Bei den Kantonen verdienten Frauen im Jahr 2006 durchschnittlich 6595 Franken pro Monat, rund 19% oder 1500 Franken weniger als die Männer. Erstmalig werden auch Zahlen zu den Gemeinden vorgelegt. Dort beträgt die durchschnittliche Differenz zwischen Frauen- und Männerlöhnen etwa 9.5%. Allerdings zeigen sich je nach Anforderungsniveau grosse Unterschiede. Bei den einfachsten Arbeiten betragen die Unterschiede zwischen Männer- und Frauenlöhnen in den Kommunen ganze 18%. Auch bei den Kaderlöhnen gibt es bei den Gemeinden grosse Unterschiede (15%). 

Ein Teil der Unterschiede lässt sich in der Regel erklären durch unterschiedliche Ausbildung, Laufbahnen und Dienstalter. Rund die Hälfte der Lohndifferenz ist aber nicht erklärbar und daher diskriminierend. 

Der vpod fordert daher schon seit längerem, dass auch im öffentlichen Sektor die Löhne analysiert werden, beispielsweise mithilfe des Selbsttest Logib.

Die Zahlen im Detail finden sich hier.