vpod-Frauen

Dokumente und Positionen

Vernetzungswerkstatt Schulische Tagesbetreuung

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Tagesbetreuungseinrichtungen funktioniert noch nicht überall reibungslos, und es gibt für beide Seiten viele offene Fragen.
Vernetzungswerkstätten bieten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu diskutieren. Eingeladen sind alle, die beruflich mit der Tagesbetreuung zu tun haben oder daran interessiert sind.
Nächste Termine:
Mittwoch, 23. Juni 2010, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Mittwoch, 1. September, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Programm und Anmeldung

Anstossfinanzierung: Offener Brief an Bundesrat Burkhalter

Obwohl das Impulsprogramm für die Krippenfinanzierung äusserst erfolgreich ist und einem dringenden Bedürfnis von Familien entspricht, soll es gekürzt werden. Zudem sollen Betreuungseinrichtungen für Schulkinder nicht mehr gefördert werden.
Schon jetzt steht die Schweiz in Bezug auf die familienbegleitende Kinderbetreuung im internationalen Vergleich sehr schlecht da. Eine weitere Kürzung der Ausgaben wäre ein beschämender und durch nichts zu vertretender Rückschritt.
Der vpod hat zusammen mit dem Krippenverband KiTaS im Februar dieses Jahres eine Petition für die bessere Finanzierung der familienexternen Kinderbetreuung mit ca. 10000 Unterschriften eingereicht. Die Antwort des zuständigen Bundesrats war äusserst unbefriedigend. Der vpod richtet sich daher mit einem offenen Brief an den Bundesrat und fordert ihn auf, sich für eine nachhaltige Förderung der Kinderbetreuung einzusetzen.
Das Impulsprogramm darf nicht gekürzt werden. Die Betreuung von Schulkindern muss weiterhin gefördert werden, und die Qualität der familienbegleitenden Betreuung muss deutlich steigen!

Mehr Qualität in der Kinderbetreuung!

Der vpod begrüsst den zügigen Ausbau der familienexternen Kinderbetreuung, wie er heute von breiten Kreisen gefordert wird. Allerdings werden Fragen der Qualität und der Anstellungsbedingungen bisher sträflich vernachlässigt, so dass sich ein allgemeines Absinken der Qualität abzeichnet.

Der vpod fordert daher verbindliche Mindeststandards für die familienexterne Kinderbetreuung, mit denen Qualität und Arbeitsbedingungen gesichert werden. Unter anderem muss die Kinderbetreuung auf begründeten pädagogischen Konzepten beruht, welche Sprachförderung, Integration und Chancengleichheit zum Inhalt haben.

Ein Überblick über den aktuellen Stand und die Perspektiven in der familienergänzenden Kinderbetreuung in der Schweiz findet sich hier.

Der vpod fordert Betriebsrichtlinien, welche unter Beizug der beteiligten Berufsgruppen staatlich festgelegt werden. Der zahlenmässige Ausbau der Betreuungsplätze darf nicht zu einer Verschlechterung des Betreuungsverhältnisses und damit zum Absinken der Qualität führen. Der im Sommer 2009 vorgelegte Entwurf zur neuen Kinderbetreuungsverordnung ist in dieser Hinsicht leider völlig ungenügend und kann die dringend notwendige Qualitätssteigerung nicht einleiten. Der Kommentar des vpod findet sich in der Vernehmlassungsantwort KibeV.

Die vpod-Forderungen zur Qualität in der familienexternen Kinderbetreuung finden sich zusammengefasst in den Qualitätsrichtlinien.

Allgemeinere Forderungen und Empfehlungen des vpod finden sich in einer Broschüre Familienergänzende Tagesbetreuung für Kinder.

Vpod-Präsidentin Christine Goll hat ausserdem zur Frühjahrssession 2008 im Nationalrat eine Motion eingereicht, welche die Ausarbeitung verbindlicher Qualitätsrichtlinien im Bereich der familienexternen Kinderbetreuung verlangt.

Im Juni 2008 fand ausserdem eine nationale Tagung zum Thema der Qualitätsrichtlinien und Anstellungsbedingungen im Bereich der Kinderbetreuung geplant.
Die Referate können hier heruntergeladen werden:

Michela Bovolenta: Accueil collectif des enfants en Suisse: états des lieux et perspectives (PDF)

Christine Flitner: Kinderbetreuung - ein Blick nach Europa (PDF)

Thomas Jaun: Mehr als sauber, sicher, satt - Was familienergänzende Betreuung leisten kann. (PP-Folien)

Marianne Zogmal: Comment valoriser le métier d'éducation de la petite enfance? (PDF)