Lohntransparenz und Mitbestimmung: klare Vorteile auch für NGO. Der Jahresbericht von vpod-ngo eignet sich gut für die Mitgliederwerbung.

Führt Selbständigkeit ins Prekariat?

Die Zahl der nicht Festangestellten nimmt in vielen Branchen zu. Wenige Freischaffende sind gut gestellt. Andere drohen ins Prekariat abzurutschen. "Selbständig erwerbend: Risiko oder Chance?" ist eine Fragestellung am Selbständigerwerbenden-Kongress der Gewerkschaft syndicom am 20. April 2013 in Bern. Am Kongress wird die Schweizer Charta Selbständigerwerbende verabschiedet mit zehn Forderungen der Freischaffenden an Politik, Wirtschaft, Berufsverbände und Gewerkschaften.

Die Einladung im PDF. Online-Anmeldung

Der vpod-ngo hat die Situation von Selbständigerwerbenden in NGO untersucht und in der Broschüre «Frei schaffend - frei fallend?» Forderungen zusammengetragen.

Solikarte: Cumulus-Gutscheine für NothilfebezügerInnen

Möchtest Du Deine Migros Cumulus-Punkte weitergeben an NothilfebezügerInnen? Die Solikarte ist eine einfache Möglichkeit dazu. Die Gutscheine auch Projekten wie Mittagstische oder Deutschkurse für Asylsuchende und NothilfebezügerInnen zu Gute.

Hier die Solikarte bestellen: www.solikarte.ch

Und Coop? Die Super-Punkte kannst Du auf das Supercard-Konto der Solikarte überweisen.

Verdeckte Computerüberwachung nicht rechtmässig

Das Bundesgericht hat eine fristlose Kündigung als ungerechtfertigt erklärt, die aus einer verdeckten Computerüberwachung begründet wurde (Urteil vom 17. Januar 2013). Die Medienmitteilung des Bundesgerichts im PDF

Lohnvergleich im Kanton Bern

Um den Berner «Lohnrückstand» bei den kantonalen Löhnen aufzuholen und gegen den Abbau des Service Public zu kämpfen, rufen die Gewerkschaften und Personalverbände am 16. März zu einer Demonstration auf. Die Berner Zeitung hat Vergleichszahlen der kantonalen Löhne veröffentlicht (PDF).

Stiftungsrat und GL: wieviel kommt aufs Konto?

Wie werden StiftungsrätInnen und Vorstandsmitglieder in gemeinnützigen Organisationen entschädigt? Dazu hat die zewo, die Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen eine Studie erstellt.

Darin wurden auch die Löhne der GeschäftsleiterInnen untersucht: 133 000 Franken im Jahr ist der Medianwert, die Hälfte der GeschäftsleiterInnen verdient mehr, die andere Hälfte weniger als diesen Betrag.

Zum Artikel (PDF) im zewo-Forum, dem Newsletter der zewo.

SECO-Studie Vertrauensarbeitszeit

Bestimmte Arbeitnehmende sollen auf Arbeitszeiterfassung verzichten können -
eine aktuelle Studie des SECO zur Frage der sog. Vertrauensarbeitszeit

Link zur Studie

Was heisst gute Führung in NGO?

Kurzanalyse und Forderungen aus gewerkschaftlicher Sicht

Gute Führung in NGO unterscheidet sich nicht grundsätzlich von guter Führung an anderen Orten. Im Spektrum dessen, was gute Führung sein kann, sollten aber bei NGO die Akzente und Schwerpunkte etwas anders gesetzt werden.

Speziell zu berücksichtigen sind bei NGO:

  • die in der Regel sehr hohe Eigenmotivation der Mitarbeitenden
  • die meist hohe Zielorientierung der Mitarbeitenden in fachlicher oder politischer Hinsicht
  • die meist hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit den Zielen «ihrer» Organisation

Wie bei Führung allgemein gibt es auch für die Führung in NGO kein Patentrezept. Sie muss vielmehr an die konkreten Umstände sowie an das Fachwissen und Engagement der Mitarbeitenden angepasst werden. Die genannten Eigenarten sind dabei ideale Umstände für einen Führungsstil, der Partizipation und Mitbestimmung in den Vordergrund rückt.

Sozialkompetenz, Kritik- und Selbstreflektionsfähigkeit sind deshalb für Führungskräfte in NGO speziell wichtige Eigenschaften. Nicht oder ungenügend wahrgenommene Führungsverantwortung hat in NGO genauso verheerende Folgen wie in anderen Betrieben. Sobald nicht mehr alle alles machen und dürfen, sondern Aufgaben und Kompetenzen verteilt werden, resultiert daraus eine – inhaltliche und organisatorische – Führung mit entsprechender Verantwortung. Wird diese nicht oder nur ungenügend wahrgenommen, entsteht für die Mitarbeitenden rasch ein Vakuum und ein Ungleichgewicht zwischen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung.

vpod-ngo hat die Fragen rund um gute Führung in NGO bei verschiedenen Anlässen mit Kolleginnen und Kollegen aus NGO diskutiert. Daraus ergaben sich die nachfolgend aufgeführten Problembereiche, wie wir sie auch in der täglichen Gewerkschaftsarbeit immer wieder antreffen. Daraus haben wir Forderungen abgeleitet, die sich aus gewerkschaftlicher Sicht an Führungsverantwortliche in NGO richten. Sowohl die Forderungen wie auch die Problemfelder sind nicht abschliessend. Sie sollen insbesondere die PersonalvertreterInnen in ihrer Arbeit unterstützen mit dem Ziel, partizipative Führungsmodelle und die dafür notwendigen Ressourcen aller Akteure einzufordern oder auszubauen.

Merkblatt "Was heisst gute Führung in NGO?" (PDF)

Konflikte unter den Führungspersonen

Konflikte gehören zur Arbeit auch in NGO, auch unter Führungspersonen. "Konflikte zwischen Vorstand und Geschäftsführer in Nonprofit-Organisationen" ist der Titel einer Studie, die beim VMI Verbandsmanagement Institut der Universität Freiburg erarbeitet wurde.

Link zur Kurzzusammenfassung

Maximale Wochenarbeitszeit

Auch bei Vertrauensarbeitszeit gilt: maximal 45 Wochenstunden, sagt die GPK.


Faksimile des NZZ-Artikels vom 29. November 2011

Unhaltbare Arbeitsbedingungen in abgelegenen Flüchtlingszentren/Bundeszentren!

Die Sektion NGO des VPOD verlangt von Bund, Kantonen und Gemeinden, das in Gang gekommene „Wettrüsten“ für möglichst abgelegene und abschreckende Flüchtlingszentren umgehend zu stoppen. Für die Sektion NGO des VPOD ist es besonders stossend, dass in der aktuellen Diskussion die Arbeitsbedingungen für das Betreuungsperonal in diesen Zentren offensichtlich kein Thema sind. Dabei sollten diese Arbeitsbedingungen eines der wichtigsten Kriterien sein, welches für die Suche nach geeigneten Unterkünften berücksichtigt werden müsste.

Medienmitteilung vom 7. Juli 2011 (PDF)