Persönliche Gesundheitsstelle PGS

PGS: Baustein für eine bessere und effizientere Gesundheitsversorgung

Neun Gewerkschaften und Berufsverbände des Gesundheitswesens lancieren gemeinsam ein Reformmodell für die ambulante Gesundheitsversorgung: Die Persönliche Gesundheitsstelle PGS. Das Modell basiert darauf, dass alle Grundversicherten eine PGS nominieren (in der Regel eine hausärztliche Praxis), die für die Erstbehandlungen und für die Koordination der Behandlungspfade zuständig ist. Damit wird die Versorgungsqualität verbessert und ein ganzheitliches Vorgehen gewährleistet, was vor allem für chronisch und mehrfach Kranke von grosser Bedeutung ist. Doppelspurigkeiten und die Inanspurchnahme von unangebrachten Spezialleistungen (z.B. der Gang in die Spitalnotfallaufnahme bei Bagatellfällen) können vermieden werden.
Das Modell richtet sich gegen die Versuche der Krankenkassen, mehr Macht an sich zu ziehen und die Gesundheitsversorgung zu kommerzialisieren. Dies würde zu einer Zweiklassenmedizin führen und die administrativen Kosten explodieren lassen.
Zu den lancierenden Organisationen gehören neben dem vpod die Verbände der SpitalärztInnen, des Pflegepersonals, der Hebammen, der Physio- und ErgotherapeutInnen sowie der Schweizerische Gewerkschaftsbund sgb.

Sie finden hier den Modellbeschrieb samt Erläuterungen (6 Seiten) sowie eine Grafik zur Veranschaulichung.

vpod-Präsidentin Christine Goll und vpod-Zentralsekretär Beat Ringger halten je ein Plädoyer für die PGS.

Ausgangspunkt des Modells war ein ausführlicher Bericht (33 Seiten), der von einer Arbeitsgruppe des vpod, des sbk und des sgb im Jahre 2007 erstellt worden ist.