VPOD will Tarpsy stoppen

Am 20. März 2014 haben über 100 Teilnehmende der VPOD-Fachkonferenz Psychiatrie beschlossen, vom Bundesrat den Stopp des geplanten neuen Finanzierungsverfahrens Tarpsy zu fordern. Der VPOD-Landesvorstand hat sich am 11. April hinter diesen Entscheid gestellt. Der VPOD wird dazu in den nächsten Monaten eine Kampagne lancieren und möglichst viele andere Organisationen von einer gemeinsamen Allianz "Tarpsy stoppen" zu überzeugen versuchen. Mehr dazu in der Unterrubrik 'Psychiatrische Versorgung'.

VPOD-Verbandskonferenz Gesundheit 22./23.Januar 2015

Faire Personalschlüssel / Aufwertung der Langzeitpflege/ Kompensationsurlaub / DRG und TarPsy stoppen

 

Gut und Gern arbeiten

 

Donnerstag, 22.Januar 2015, 13:30h (mit Abendprogramm)

bis Freitag, 23.Januar 2015, 16:00h

im Hotel Freienhof Thun

Gastreferat Dr. Cornelia Heintze, Stadtkämmerin a. D., Publizistin im Bereich international vergleichender Staats- und Wohlfahrtsforschung, Leipzig. Cornelia Heintze ist eine ausgewiesene Kennerin der verschiedenen Systeme in der Langzeitpflege und -betreuung Europas.

 

Gutes Arbeiten: Faire Personalschlüssel sowie ein Kompensationsurlaub für die gestiegenen Belastungen mindern den verbreiteten Dauerstress. Wir diskutieren, wie das gehen soll.

 

Gutes Alter: Die Versorgung der chronisch Kranken und der Betagten steht unter Dauer-Spardruck. Das führt zu menschlich fragwürdigen Situationen für die Betagten und verschlechtert die Arbeits- und Anstellungsbedingungen des Personals. Was braucht es, um Verbesserungen durchsetzen zu können?

 

Kommerzialisierung schadet der Gesundheit: Die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens schreitet voran. Das Misstrauen nimmt zu, und die professionelle Motivation leidet. Müssen wir deshalb den Ausstieg aus den Spital- und Psychiatrie-Fallpauschalen fordern? 
 

Alle vier Jahre treffen sich Angestellte aus allen Gesundheitsberufen zur VPOD-Branchenkonferenz Gesundheit. Sie diskutieren über ihre Arbeitsbedingungen, ihre beruflichen Perspektiven und die Entwicklung des Gesundheitswesens. Sie bestimmen die Leitplanken der gewerkschaftlichen Aktivitäten und wählen die Verbandskommission, das Leitungsgremium der VPOD-Gesundheitsberufe.

 

Anmeldung
via ihr VPOD-Regionalsekretariat. Für VPOD-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Der VPOD übernimmt auch die Bahnspesen (2. Klasse/Halbtax).

Neue Spitalfinanzierung gefährdet PatientInnen und Personal

Seit 2012 werden Spitäler in der ganzen Schweiz einheitlich auf der Basis von diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) finanziert. Das führt zu einer schleichenden Kommerzialisierung der Spitalversorgung, weil nun jede Behandlung auf ihr Kosten-/Nutzenverhältnis für das Spital opitimiert werden kann. Überspitzt gesagt: Am lukrativsten ist es, möglichst gesunde PatientInnen möglichst aufwändig zu behandeln. Wäre es nach dem Willen der Mehrheit der Krankenkassen gegangen, dann hätten die Spitäler zudem ihre Kosten auf einen Schlag um 10%-18% senken müssen. Das Bundesverwaltungsgericht hat diesen Absichten zum Glück in einem wegweisenden Urteil vom September 2014 einen Riegel geschoben; das Urteil kommentieren wir in einem Online-Artikel. Der vpod ist - zusammen mit der Allianz DRG-Personal, in der 14 Berufs- und Personalverbände zusammengeschlossen sind - laufend daran, sich im Interesse des Personals auf allen Stufen einzubringen. Für akutelle Informationen kontaktieren sie Beat Ringger, Zentralsekretär (beat.ringger(at)vpod-ssp.ch).

Alle Beschäftigten haben Anspruch auf angemessene Löhne und faire Arbeitsbedingungen – auch das Personal im Gesundheitswesen. Das ist leider nicht selbstverständlich. Daher setzen sich die Angestellten in den Spitälern, Kliniken und Heimen zunehmend zur Wehr. Der vpod koordiniert, bündelt – und ist vielerorts die treibende Kraft. Er kämpft insbesondere für eine klare Begrenzung der Arbeitszeit, angemessene Zeitkompensationen für Nachtschichten und für faire Pikettdienst-Regelungen, die ein vernünftiges Privat- und Familienleben erlauben. Es braucht gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit – hier hat sich in den letzten Jahren dank dem vpod, dank Protestbewegungen und gerichtlichen Klagen, einiges getan. Doch mit den Fachangestellten Gesundheit, die ebenfalls faire Bezahlung verdienen, gibt es neue Arbeit und neue Kämpfe. Schliesslich setzt sich der vpod engagiert auch für ausreichende Stellenetats ein, damit in Spitälern und Heimen und eine qualitativ gute Gesundheitsversorgung möglich ist. Aus diesem Grund wehren wir uns, wo es geht, gegen Sparmassnahmen und Abbaupläne und gegen Ausgliederungen aller Art – denn das Gesundheitswesen gehört unter demokratische, öffentliche Kontrolle.

Kantonsspital Winterthur: VPOD-Referendum wird nötig


Der Zürcher Regierungsrat hat die Gesetzesvorlage für die Privatisierung des Kantonsspitals Winterthur (KSW) präsentiert. Die Delegierten der VPOD Region Zürich haben bereits im Mai 2013 einstimmig beschlossen, dass der VPOD...


Fünfte Ferienwoche am Zuger Kantonsspital


In dreimonatigen Verhandlungen ist der Gesamtarbeitsvertrag des Zuger Kantonsspitals in wichtigen Punkten verbessert worden – nicht zuletzt dank der Hartnäckigkeit des VPOD (daneben waren auf Arbeitnehmerseite SBK und Syna...


Das Arbeitsgesetz (ArG) garantiert Erwerbstätigen einen verbindlichen Mindestschutz vor gesundheitlichen Schäden durch Arbeit. Im Arbeitsgesetz finden sich unter anderem grundsätzliche Bestimmungen zum Gesundheitsschutz, zu Arbeits- und Ruhezeiten und zahlreiche Sonderschutzvorschriften zum Schutz von jugendlichen Arbeitnehmenden, schwangeren Frauen und stillenden Müttern. Ausserdem werden die Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmenden sowie die Auskunftspflicht von Arbeitgebern geregelt. Im Gesundheitswesen gelten eine Vielzahl von Ausnahme- und Sondervorschriften. Weil die Materie kompliziert ist und die jeweiligen Vorschriften auch einer Interpretation bedürfen, hat der vpod einen ausführlichen Ratgeber erarbeitet, den wir an dieser Stelle allen Interessierten verfügbar machen.

Ratgeber Arbeitsgesetz im Gesundheitswesen

Personalnotstand: Berichte von GDK, OdASanté und Obsan weisen bedrohliches Ausmass aus

In der Schweiz droht in kommenden Jahren ein akuter Mangel an ausgebildetem Gesundheitspersonal (Pflege, Labor, Therapie, Medizinaltechnik). Einerseits benötigen die Institutionen im Gesundheitswesen mindestens 25'000 zusätzliche qualifizierte Fachkräfte bis 2020. Das entspricht rund 12% der heute in den Institutionen Beschäftigten. Dazu gibt es ein Factsheet des Obsan, das auf einer entsprechenden Studie beruht. Andererseits haben die neuen Berufsausbildungen - insbesondere FaGe und HF Pflege - noch wenig Fuss gefasst. Die Gesundheitsdirektoren-Konferenz GDK und die OdA Santé halten in einem gemeinsamen Versorgungsbericht zu den Gesundheitsberufen fest, dass die Zahl der jährlichen Abschlüsse in den Pflegeberufen massiv unter dem aktuellen und künftigen Bedarf liegt. Gegenwärtig werden jährlich rund 4600 Pflegefachleute zu wenig ausgebildet. Die Personallücke vergrössert sich jedes Jahr um diese Zahl. Es drohen  damit schon in wenigen Jahren dramatische Engpässe in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Rasches Handeln tut not. Zu Recht hält der Bericht fest, dass die Situation keinen Aufschub dulde.

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beat.ringger[at]vpod-ssp.ch

 

vpod-Spezial-Site für FaGe

Selbstverständlich setzt sich der vpod auch für die neuen Berufsleute im Gesundheitswesen ein, die Fachpersonen Gesundheit FaGe ein. Alle Informationen dazu finden sich auf der speziellen Site http://fage.vpod.ch/