Gesundheit
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vpod-Fachtagung Gesundheitswesen vom 22.6.10
Am 22. Juni 2010 findet in Bern die diesjährige vpod-Fachtagung Gesundheitswesen statt.
Thema:
Der Personalnotstand und die neuen Gesundheitsberufe
Dienstag, 22. Juni 2010
10:15h – 16:30h
9:45h Eintreffen, Begrüssungskaffee
Hotel Bern, Zeughausgasse 9, Bern
Referate:
Personalnotstand: Was kommt auf uns zu?
Annette Grünig, Projektleiterin Versorgungsbericht, Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK
Die Bildungslandschaft im Gesundheitswesen und ihre Baustellen
Ariane Montagne, stv. Geschäftsführerin OdA Santé
Die Berufsbildung stärken
Peter Sigerist, Zentralsekretär Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB
Die Belastung des Personals mildern - wie?
Bettina Dauwalder, vpod-Regionalsekretärin Bern
Die Positionen und Vorschläge des vpod
Katharina Prelicz-Huber, Nationalrätin
Beat Ringger, Zentralsekretär vpod
Der Tagungsflyer
DRG-Petition der Personalverbände
Die Personalverbände im Gesundheitswesen haben auf Vorschlag des vpod eine gemeinsame Petition lanciert, in der sie flankierende Massnahmen zur Einführung der Fallkostenpauschalen (DRG) fordern.
Die Sammelphase ist abgeschlossen. Am 1. Dezember wurden 28'000 Unterschriften eingereicht.
Petition: www.drg-petition.ch.
Dazu ist ein Kurzargumentarium verfügbar.
Zwei Referate zu den DRG finden sich hier:
Ein Referat von vpod-Zentralsekretär Beat Ringger zur Situation in der Schweiz und zu den Hintergründen der Petition.
Ein Referat von Dr.Thomas Böhm, Chirurg und Personalratsvorsitzender des Klinikums Stuttgart zur Situation in Deutschland.
Pandemie ohne Hysterie
Niemand kann zur Impfung gegen die Schweinegrippe verpflichtet werden. Verschiedene Spitäler wollen aber den Druck auf das Personal erhöhen und erwägen, das Tragen entsprechender Buttons vorzuschreiben (Aufschrift: Ich bin geimpft). Der vpod nimmt dazu Stellung.
Im Zusammenhang mit der Schweinegrippe stellen sich aber auch eine Vielzahl von arbeitsrechtlichen Fragen. Zum Beispiel: Mein Arbeitgeber schliesst seinen Betrieb wegen der Pandemie. Was sind meine Rechte? Ich muss erkrankte Familienmitglieder betreuen. Muss ich trotzdem zur Arbeit und wenn nein, erhalte ich trotzdem weiterhin Lohn? Ich muss meine Kinder betreuen, weil ihre Schule geschlossen wurde und kann deshalb nicht arbeiten. Erhalte ich weiterhin Lohn? Darf mein Arbeitgeber Zwangsferien beschliessen, weil wegen der Pandemie Aufträge ausbleiben und nicht mehr genügend Arbeit vorhanden ist?
Auf diese und weitere Fragen gibt der Ratgeber des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes kompetente Antworten.
Alle Beschäftigten haben Anspruch auf angemessene Löhne und faire Arbeitsbedingungen – auch das Personal im Gesundheitswesen. Das ist leider nicht selbstverständlich. Daher setzen sich die Angestellten in den Spitälern, Kliniken und Heimen zunehmend zur Wehr. Der vpod koordiniert, bündelt – und ist vielerorts die treibende Kraft. Er kämpft insbesondere für eine klare Begrenzung der Arbeitszeit, angemessene Zeitkompensationen für Nachtschichten und für faire Pikettdienst-Regelungen, die ein vernünftiges Privat- und Familienleben erlauben. Es braucht gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit – hier hat sich in den letzten Jahren dank dem vpod, dank Protestbewegungen und gerichtlichen Klagen, einiges getan. Doch mit den Fachangestellten Gesundheit, die ebenfalls faire Bezahlung verdienen, gibt es neue Arbeit und neue Kämpfe. Schliesslich setzt sich der vpod engagiert auch für ausreichende Stellenetats ein, damit in Spitälern und Heimen und eine qualitativ gute Gesundheitsversorgung möglich ist. Aus diesem Grund wehren wir uns, wo es geht, gegen Sparmassnahmen und Abbaupläne und gegen Ausgliederungen aller Art – denn das Gesundheitswesen gehört unter demokratische, öffentliche Kontrolle.
Gegen Krankenkassendiktat und Zweiklassenmedizin
In der Sommersession diskutiert der Nationalrat über eine Revision des Krankenversicherungsgesetzes KVG, mit der die integrierte Gesundheitsversorgung einen wesentlichen Schritt vorangebracht werden soll (Managed-Care-Vorlage)....
Anschubfinanzierung für Pflegeberufe gefordert
„Der Bundesrat wird aufgefordert, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um mit einer Anschubfinanzierung von jährlich im Schnitt 90 Millionen Franken den bedrohlichen Personalmangel im Pflegebereich abzuwenden. Zur wirksamen...
Das Arbeitsgesetz (ArG) garantiert Erwerbstätigen einen verbindlichen Mindestschutz vor gesundheitlichen Schäden durch Arbeit. Im Arbeitsgesetz finden sich unter anderem grundsätzliche Bestimmungen zum Gesundheitsschutz, zu Arbeits- und Ruhezeiten und zahlreiche Sonderschutzvorschriften zum Schutz von jugendlichen Arbeitnehmenden, schwangeren Frauen und stillenden Müttern. Ausserdem werden die Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmenden sowie die Auskunftspflicht von Arbeitgebern geregelt. Im Gesundheitswesen gelten eine Vielzahl von Ausnahme- und Sondervorschriften. Weil die Materie kompliziert ist und die jeweiligen Vorschriften auch einer Interpretation bedürfen, hat der vpod einen ausführlichen Ratgeber erarbeitet, den wir an dieser Stelle allen Interessierten verfügbar machen.
Ratgeber Arbeitsgesetz im Gesundheitswesen
Solidarität mit US-Gesundheitsbewegung
An der vpod-Verbandskonferenz Gesundheit im Juni in Solothurn hat der vpod eine Solidaritätserklärung an die Kolleginnen und Kollegen in den USA geschickt, die für eine humanere Gesundheitsversorgung eintreten. Bekanntlich ist das Gesundheitswesen in den USA nicht nur das weltweit teuerste, sondern auch eines der ungerechtesten: 46 Millionen Mensche sind ohne Krankenversicherung, weitere Millionen von Menschen haben eine unzureichende Abdeckung. Jährlich 18 000 Todesfälle werden diesen Umständen zugeordnet. Die Single-Payer-Health-Care-Bewegung will das ändern und will eine umfassende Versicherung für alle. Zweiklassenmedizin verhindern: Das gilt hier wie dort.
Personalnotstand: Berichte von GDK, OdASanté und Obsan weisen bedrohliches Ausmass aus
In der Schweiz droht in kommenden Jahren ein akuter Mangel an ausgebildetem Gesundheitspersonal (Pflege, Labor, Therapie, Medizinaltechnik). Einerseits benötigen die Institutionen im Gesundheitswesen mindestens 25'000 zusätzliche qualifizierte Fachkräfte bis 2020. Das entspricht rund 12% der heute in den Institutionen Beschäftigten. Dazu gibt es ein Factsheet des Obsan, das auf einer entsprechenden Studie beruht. Andererseits haben die neuen Berufsausbildungen - insbesondere FaGe und HF Pflege - noch wenig Fuss gefasst. Die Gesundheitsdirektoren-Konferenz GDK und die OdA Santé halten in einem gemeinsamen Versorgungsbericht zu den Gesundheitsberufen fest, dass die Zahl der jährlichen Abschlüsse in den Pflegeberufen massiv unter dem aktuellen und künftigen Bedarf liegt. Gegenwärtig werden jährlich rund 4600 Pflegefachleute zu wenig ausgebildet. Die Personallücke vergrössert sich jedes Jahr um diese Zahl. Es drohen damit schon in wenigen Jahren dramatische Engpässe in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Rasches Handeln tut not. Zu Recht hält der Bericht fest, dass die Situation keinen Aufschub dulde.
Kontakt:
vpod
Postfach 8279
8036 Zürich
Telefon 044 266 52 52
Telefax 044 266 52 53
beat.ringger[at]vpod-ssp.ch
Selbstverständlich setzt sich der vpod auch für die neuen Berufsleute im Gesundheitswesen ein, die Fachangestellten Gesundheit. Eine eigene Website ist in Vorbereitung.


