Aktuelles

Zürich: Lehrpersonen fordern Entlastung

Die Verbände der Lehrpersonen in Zürich (vpod, SekZH und ZLV) fordern wirksame Entlastungsmassnahmen. Über 4000 Lehrpersonen haben eine Resolution unterschrieben, mit der sie eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung fordern.
Die Lehrpersonen brauchen ausreichend Zeit für ihre Arbeit - nur so bleiben sie engagiert und der Beruf attraktiv für junge Menschen.
Medienmitteilung

Tagesbetreuung in der Schule: Vernetzungswerkstatt

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Tagesbetreuungseinrichtungen funktioniert noch nicht überall reibungslos, und es gibt für beide Seiten viele offene Fragen.
Vernetzungswerkstätten bieten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu diskutieren. Eingeladen sind alle, die beruflich mit der Tagesbetreuung zu tun haben oder daran interessiert sind.
Nächste Termine:
Mittwoch, 23. Juni 2010, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Mittwoch, 1. September, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Programm und Anmeldung

Lehrpersonen wollen Schule ohne Selektion

Lehrpersonen aller Stufen und weitere Fachleute der diskutierten anlässlich der Verbandskonferenz vom 7./8. Mai in Lausanne zwei Tage über die aktuellen Herausforderungen, welche die integrative Schule und andere Reformen für die davon Betroffenen darstellen.

Sie sprachen sich mit grosser Mehrheit dafür aus, die unsinnig frühe und schädliche Selektion im Schweizer Schulsystem abzuschaffen und eine ungeteilte Oberstufe (Sek 1) für alle einzuführen. Darüber hinaus wurden Resolutionen zur Frage der Arbeitsbelastung (Jetzt Pflichtlektionen senken), zu den Bedingungen der Lehrpersonenausbildung (Für einen offeneren Zugang zu den Pädagogischen Hochschulen) und zum Recht auf Berufsbildung von Sans-Papiers-Jugendlichen (Für ein Recht auf Berufsbildung für alle) verabschiedet.
Ausserdem wurde eine Erklärung zur aktuellen Situation in Griechenland verabschiedet.

Thurgau: Privatschulinitiative haushoch abgelehnt

Nach Baselland hat auch der Thurgau die Privatschulinitiative des Vereins Elternlobby in der Abstimmung vom 7. März deutlich abgelehnt - sogar noch deutlicher als das Baselbiet. 83.2 Prozent der Abstimmenden sagten Nein zur Initiative. In keiner einzigen der 80 Gemeinden hatte die Vorlage eine Chance.
Der vpod begrüsst diese Entscheidung. Sie zeigt, dass eine grosse Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger keine Zweiklassen-Schule möchte, sondern will, dass Bildung für alle Kinder gleichermassen zugänglich ist.
Es bleibt zu hoffen, dass die Elternlobby Konsequenzen aus diesen klaren Voten zieht und die noch laufenden Initiativen und Unterschriftensammlungen in weiteren Kantonen einstellt (St. Gallen, Solothurn, Zürich, Basel-Stadt).
Mehr zum Thema Bildungsgutschein

Recht auf Bildung für Sans-Papiers: Es bewegt sich etwas

Der vpod begrüsst den Entscheid des Nationalrates, jugendlichen Sans-Papiers einen Lehrabschluss zu ermöglichen.
Der Nationalrat hat am 3.3.2010 einer entsprechenden Motion mit 93 zu 85 Stimmen bei 8 Enthaltungen zugestimmt. Eingereicht hatte die Motion Luc Barthassat (CVP/GE).
In der Westschweiz wird im Moment die Frage der Berufslehre für jugendliche Sans-Papiers heftig diskutiert: Die Stadt Lausanne will den Jugendlichen eine Lehre ermöglichen.
Der Nationalrat stimmte auch einem Postulat von Bea Heim (SP/SO) zu, das für Sans-Papiers den Zugang zu Krankenkasse und Gesundheitsversorgung fordert.
Ebenfalls nahm der Nationalrat die Motion von Antonio Hodgers (Grüne) an, welche die Einhaltung der Kinderrechtskonvention bei Kindern ohne Rechtsstatus fordert.
Weitere Infos zum Thema finden sich auf der Website Kein Kind ist illegal

Vorankündigung: Verbandskonferenz Bildung, Erziehung, Wissenschaft

7./ 8. Mai 2010 in Lausanne, Ecole professionelle EPSIC

Referenten und Referentinnen:
Prof. Roland Pfefferkorn, Soziologe an der Université Strasbourg

Dr. Silvia Grossenbacher, Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Aarau

 

Arbeitsgruppen:

-Integration im Schulalltag: Stand der Umsetzung und Handlungsbedarf in den Kantonen

- Von Bologna nach Pisa: 10 Jahre Bolognareform, was hat's gebracht?

- Berufsbildungsreform - Zeit für eine Bilanz

- Standards konkret: welche Standards für die Schule von heute?

- Mitbestimmung und politische Bildung - schwarze Löcher in der Schule?

 

Anmeldung in den vpod-Regionalsekretariaten oder im Zentralsekretariat.

Familienergänzende Kinderbetreuung fair finanzieren!

Die familienergänzende Kinderbetreuung ist notorisch unterfinanziert. Der vpod hat daher zusammen mit dem Verband KiTaS eine Petition lanciert. Sie fordert den Bundesrat auf, die Grundlagen für eine faire Finanzierung der Kinderbetreuung zu schaffen. Dafür soll jährlich mindestens ein Prozent des Bruttoinladprodukt (BIP) in Form von öffentlichen Geldmitteln zur Verfügung gestellt werden.
Zur Petition

 

Harmos-Abstimmung Bern: 27. September

Am 27. September wird im Kanton Bern über den Beitritt zum HarmoS-Konkordat abgestimmt.
Der vpod hat immer wieder sehr grundlegende Kritik am HarmoS-Konkordat geäussert. Trotzdem spricht er sich auch in Bern für einen Beitritt zum Konkordat aus, welches unterm Strich klare Verbesserungen für die Volksschule bringt.

Die frühere Einschulung und die bedarfsgerechte Einführung von Tagesstrukturen tragen dazu bei, die Chancengleichheit für die Kinder zu erhöhen. Sie fördern die Integration und entsprechen den aktuellen Erkenntnissen über die kindliche Entwicklung. Mit ihren Angriffen auf diese Punkte zeigt die SVP ihre wahre Zielsetzung: Es geht ihr nicht um die Qualität der Volksschule, sondern um die Ausgrenzung von minderprivilegierten Bevölkerungsgruppen.

HarmoS bringt zudem grundlegende Verbesserungen in zwei weiteren wichtigen Bereichen: Das Recht auf Bildung wird faktisch ausgeweitet, und die Herkunftssprachen der Migrationsbevölkerung werden aufgewertet: Die Kantone sind aufgefordert, die Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur im Rahmen der Schule zu unterstützen und damit die Erstsprachen der Kinder stärker zu berücksichtigen. Es ist bewiesen, dass sich damit auch die Kenntnisse der Landessprachen verbessern.

HarmoS ist nicht ein Selbstzweck von Bildungsbürokraten, sondern bringt einige notwendige strukturelle Harmonisierungen im Bildungswesen. Die Umsetzung von HarmoS muss jedoch kritisch begleitet werden. Damit sie erfolgreich ist, braucht es genügend Ressourcen. Hier liegt die wirkliche Herausforderung. Akut gefährdet werden diese durch den systematischen Sturmlauf der SVP gegen die Steuereinnahmen. Insbesondere in den Kantonen und Gemeinden ist dies ein direkter Angriff auf die Qualität der Volksschule.

Kein Kind ist illegal!

Ausstellung Kein Kind ist illegal
Kinder und Jugendliche mit oder ohne geregelten Aufenthaltsstatus sowie erwachsene KünstlerInnen haben eindrückliche Werke über die Situation von Sans-Papiers-Kindern und -Jugendlichen geschaffen. Ein Teil von diesen Arbeiten wird nun im Rahmen einer Wanderausstellung in der Schweiz gezeigt.

Ausstellung 3.- 13. September 2009, Bäckeranlage Zürich
Vernissage und Preisverleihung: 3. September, 19.00 Uhr

Kampagne Kein Kind ist illegal
Verschiedene NGOs (die Sans-Papiers-Beratungsstellen Basel, Bern, Zürich, das Sans-Papiers-Kollektiv Genf, Terre des hommes Schweiz, das Heks sowie die Gewerkschaften vpod und Unia) haben haben den Verein für die Rechte illegalisierter Kinder gegründet.

„Kein Kind ist illegal“ fordert ein umfassendes Recht auf Bildung - von der vorschulischen Bildung bis zur Mittelschule oder Lehre -, keine Zwangsmassnahmen gegen Minderjährige sowie vereinfachte Regularisierungsmöglichkeiten für Kinder und ihre Familien. Die Kampagne verleiht diesen Forderungen im Laufe der nächsten zwei Jahre Nachdruck durch die Etablierung eines breiten Netzwerks, das sich für die Rechte illegalisierter Kinder einsetzt, durch Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit.

In der Schweiz leben mehrere Tausend Kinder ohne Aufenthaltsbewilligung. Sie verbringen viele Jahre oder ihre ganze Kindheit hier, doch sind sie rechtlich gesehen inexistent. Angst vor Entdeckung und Ausschaffung, soziale Isolation, Armut sowie ungewisse Zukunftsperspektiven prägen ihre Lebenssituation. Verfassungsmässig garantierte Rechte, und solche, denen sich die Schweiz durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet hat, sind für Kinder von Sans-Papiers und von abgewiesenen Asylsuchenden kaum durchsetzbar.

Beispielsweise ist das Recht auf Bildung nach wie vor unvollständig verwirklicht: Kleine Kinderohne gültigen Aufenthaltsstatus können oft keine Kinderkrippe besuchen. Sie, deren Eltern oft beide arbeitstätig sind, hätten eine vorschulische Betreuung besonders nötig. Nach der Volksschule, wenn die Klassenkameradinnen eine Ausbildung beginnen, bleibt den Jugendlichen ohne gültigen Aufenthaltsstatus meist nur die Wahl zwischen Schwarzarbeit und „Nichtstun“. Gemäss Ausländergesetz dürfen Jugendliche ab 15 Jahren bis zu 12 Monate in Ausschaffungshaft genommen werden.

Weitere Informationen: www.keinkindistllegal.ch

Tagung "Integrative Schule"

Nationale Tagung
Integrative Schule – eine Schule für alle
Ziele, Wünsche, Wirklichkeit

Samstag, 1. November 2008, 9.45 – 16.30 , Bern

Programm    Anmeldung 

 

Ja zum HarmoS-Konkordat

In den kommenden Monaten wird in verschiedenen Kantonen über das HarmoS-Konkordat abgestimmt: am 28. September in Luzern, am 30.  November voraussichtlich in den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Zürich und möglicherweise weiteren.
Der vpod hat sich im Rahmen der Vernehmlassung sehr kritisch zu HarmoS geäussert. Trotzdem empfiehlt er, bei den anstehenden Abstimmungen ein Ja zu HarmoS. Einerseits wurde die definitive Fassung des Konkordats in entscheidenden Fragen verbessert. Andererseits würde eine Ablehnung von HarmoS keineswegs dazu führen, dass die Punkte, die der vpod kritisiert hat, verbessert würden. Dafür würde es aber bei anderen wichtigen Fragen zu Rückschritten führen. Die ausführliche Stellungnahme des vpod als Download.

 

"Freie Schulwahl" macht die Gemeindeschulen kaputt

Die Elternlobby Schweiz lässt im Kanton BL einen Versuchsballon steigen mit ihrer Initiative für eine freie Schulwahl. Die Befürworterinnen behaupten, der freie Wettbewerb würde Kosten und Effizienz der Schule steigern. Dabei zeigen alle bisherigen Erfahrungen mit Bildungsgutscheinen, dass Privatisierungen im Bereich der Volksschule fatale Folgen haben.  Der vpod engagiert sich daher gegen die Initiative, die voraussichtlich im November 08 zur Abstimmung kommt.   

Resolution vpod Basel zur Initiative (PDF)

Argumentarium des Gegenkomitees (PDF)

Broschüre "Der Bildungsgutschein - Zaubermittel für eine bessere Schule?" (bestellen)

 

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Tagung zur familienexternen Kinderbetreuung

Unter dem Titel "Gute Tagesbetreuung für Kinder - Qualität und Arbeitsbedingungen" veranstaltete der vpod am 13. Juni in Bern eine nationale Tagung.
Der Ausbau der familienexternen Kinderbetreuung wird heute von weiten Kreisen unterstützt, und es sind in den letzten Jahren erfreulicherweise zahlreiche neue Betreuungsplätze geschaffen worden. Allerdings werden die Fragen der pädagogischen Qualität und der Arbeitsbedingungen des Personals bisher kaum diskutiert.
Welche Rahmenbedingungen braucht es? Welche Ausstattung, welche Ausbildungen? Die Tagungsteilnehmenden diskutierten Antworten auf diese und weitere Fragen.

Download der Referate

Berufschancen jetzt! - Ein Projekt des vpod

Bei der Lehrstellensituation ist nach wie vor keine Entwarnung angesagt, und trotz sehr guter Konjunktur nimmt die Jugendarbeitslosigkeit nicht ab. Mittlerweile wurden über 20 000 Jugendliche in die Warteschlaufen von Brückenjahren, Projekten etc. geschickt.
Das Rennen um zukunftsweisende Lehrstellen bleibt wie die Selektion äusserst hart. Die Schülerinnen und Schüler mit "Grundabschluss" bleiben dabei oftmals auf der Strecke.
Der vpod lanciert daher eine Kampagne zum Recht auf Bildung bis und mit Ausbildung auf der Sekundarstufe II (Berufsausbildung/ Gymnasium). Zu den grundlegenden Forderungen des vpod gehört die Einrichtung von Berufsbildungsfonds, der Auf- und Ausbau von Lehrwerkstätten, die verstärkte individuelle Betreuung der Jugendlichen und die Verbesserung der Situation am Übergang von der obligatorischen Schule zur Berufsausbildung.

Grundlagenpapier "Berufschancen für alle"

Information und Kontakt

 

 

 

 

Erstsprachen der Kinder fördern - ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung

IG Erstsprachen gegründet - Aufruf jetzt unterschreiben!

In der öffentlichen Diskussion in der Schweiz ist derzeit wiederholt die Rede von Integrationsdefiziten, vor allem sprachlichen Defiziten, der MigrantInnen. 
Bei aller Wichtigkeit guter Kenntnisse in der lokalen Landessprache wird nicht thematisiert und zu wenig erkannt, welches grosse Potenzial in den Sprachen der Migrantenfamilien – auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz – steckt. Und vor allem wird ausser Acht gelassen, dass gute Kenntnisse der Erstsprache  Kindern das Erlernen der Landessprache erleichtern. Zudem kann eine gelungene Identitätsfindung in zwei Kulturen einen wesentlichen Beitrag zur privaten und beruflichen Integration und zur Gewaltprävention leisten.

Die "Interessengemeinschaft Erstsprachen", ein Zusammenschluss vieler interessierter Organisationen und Persönlichkeiten aus Bildung, Wissenschaft und Migration macht mit einem gemeinsamen Aufruf „Erstsprachen der Kinder fördern – ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung“ an Politik und Öffentlichkeit auf diese Tatsachen aufmerksam und will den Beitrag ins rechte Licht rücken, den viele Sprachgemeinschaften durch selber finanzierte und organisierte Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur HSK schon seit langem leisten. Sie fordert die Verantwortlichen für das Bildungswesen auf, die im Sprachengesetz und dem HarmoS-Konkordat gelegten Grundlagen für die Stärkung des HSK-Unterrichts zu dessen Unterstützung zu nutzen und ihn in das öffentliche Bildungswesen zu integrieren.
Mehr Information.