Aktuelles

Manifest "Eine andere Schule ist möglich" - jetzt unterschreiben

Seit langem ist bekannt, dass Schülerinnen und Schüler mehr und besser lernen, wenn in der obligatorischen Schulzeit keine Selektion oder Übertrittsentscheide stattfinden. Trotzdem wird in der Schweiz an der mehrgliedrigen Sekundarstufe I festgehalten, und verschiedene Seiten drängen sogar darauf, noch weitere Differenzierungen (wieder) einzuführen.
Gleichzeitig ist die Umsetzung der integrativen Schule in vollem Gang und Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden so weit wie möglich in die Regelschule integriert.
Der vpod engagiert sich seit vielen Jahren für eine integrative Volksschule für alle Kinder, welche die gesamte obligatorische Schulzeit umfasst und eine ungeteilte Sekundarstufe I voraussetzt.
Allerdings sind Integration und Selektion zwei Konzepte, die sich gegenseitig ausschliessen. In einem selektiven Schulsystem ist eine echte Integration nicht möglich. Der vpod hat daher das Manifest Eine andere Schule ist möglich - Für eine Volksschule ohne Selektion lanciert. Hintergrundinformationen und die Möglichkeit zum Unterschreiben finden sich hier.

 

Tagung "Altersgerechte schulische Tagesbetreuung", 16. November 2011 in Bern-Köniz

Am 16. November 2011 laden der Verband Bildung und Betreuung, Schweizerischer Verband für schulische Tagesbetreuung (früher: Verein Tagesschulen Schweiz) und der vpod zu einer Tagung zum Thema Altersgerechte schulische Tagesbetreuung in Bern-Köniz ein.
Die schulische Tagesbetreuung wird zur Zeit an vielen Orten rasant ausgebaut, und sie wird auch in den kommenden Jahren weiter wachsen. Das schnelle Wachstum ist erfreulich, aber es bringt auch eine Reihe von Problemen mit sich. Vor allem werden die Fragen der pädagogischen Qualität und Konzepte bisher viel zu wenig diskutiert.
Auch gibt es kaum irgendwo Vorstellungen zu einer altersgerechten Betreuung, obwohl die schulische Tagesbetreuung 5-Jährigen ebenso gerecht werden muss wie 14-Jährigen.
Die geplante Tagung setzt sich mit der Frage auseinander, welche Qualitätsmassstäbe an eine altersgerechte Betreuung gestellt werden müssen. Welche Anforderungen an die Tagesbetreuung ergeben sich aus der integrativen Schule und welche Hürden sind zu überwinden, damit die schulische Tagesbetreuung die hohen Erwartungen erfüllen kann, die an sie gestellt werden. Besichtigungen ausgewählter Tagesschulen in der Gemeinde Köniz ermöglichen es, einzelne Fragen mit direktem Praxisbezug vor Ort zu diskutieren.
Programm  Anmeldung

 

Vernetzungsanlass Schulische Tagesbetreuung in Zürich, 21. September 2011

Die schulische Tagesbetreuung wächst schnell und es werden ständig neue Angebote geschaffen. Der Verein Bildung und Betreuung Schweiz hat das Ziel, die Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren in der schulischen Tagesbetreuung voranzutreiben und die Qualitätsdiskussionen zu fördern. Da sich viele Fragen der Tagesbetreuung von Schulkindern auf kantonaler und regionaler Ebene stellen, hat sich die Arbeit in Regionalverbänden als sinnvoll erwiesen. Daher soll auch in Zürich jetzt eine Regionalverein gegründet werden. Im Anschluss an die Vereinsgründung gibt es ein Kurzreferat von Renate Gurtner Vontobel, Bern, zur Qualität in der schulischen Tagesbetreuung. Einladung

Massnahmen gegen Lehrpersonenmangel

Der Lehrpersonenmangel, der sich bereits jetzt wieder für das kommende Schuljahr abzeichnet, führt dazu, dass die Kantone teilweise nicht-qualifiziertes oder unzureichend qualifiziertes Personal sowie Pensionierte einstellen. Die Arbeitsbedingungen und die grosse Belastung der Lehrpersonen führen ausserdem dazu, dass viele der Schule nach einiger Zeit wieder den Rücken kehren.
Darüber hinaus verhindern die derzeitigen EDK-Richtlinien den Zugang zur Lehrpersonenausbildung von Personen, die aus der Berufsbildung kommen oder andere Berufslaufbahnen haben.
Mit grosser Besorgnis beobachtet der vpod verschiedene Massnahmen in den Kantonen, welche die Errungenschaften der vergangenen Jahre zurückbuchstabieren und dazu führen werden, das Ansehen des Berufs weiter zu verschlechtern anstatt es anzuheben. Verkürzte Ausbildungen, welche nur zu regionalen Diplomen führen, sind keine akzeptable Lösung. Auch die Senkung der Voraussetzungen für Quereinsteigerinnen, wie bei der Ausbildung für Kindergarten-Lehrpersonen in Zürich, stellt einen massiven Rückschritt dar.
Um das Problem des Lehrpersonenmangels nachhaltig zu lösen, braucht es kurzfristige und längerfristige Massnahmen. Insbesondere muss der Zugang zu den Ausbildungen über den Weg der Berufsbildung erleichtert werden. Ausserdem braucht es substantielle Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, welche zur Entlastung der Lehrpersonen führen.
Weitere Massnahmen finden sich im Positionspapier des vpod.

Rückschläge für die Bildung

Drei Schritte zurück im Bildungsbereich - das ist das Ergebnis der kantonalen Abstimmungen Mai 2011 in Zürich, Basel und Bern. In Zürich wurde die Dialekt-Initiative gutgeheissen und den Kindergartenlehrpersonen damit ein Maulkorb vorgehängt. Im Kindergarten soll nur noch Mundart gesprochen werden, die Freude der Kinder am Sprachenlernen und ihre Fähigkeiten zur Mehrsprachigkeit werden damit brutal beschnitten. In Basel wurde immerhin knapp der Gegenvorschlag angenommen, der allerdings gegenüber der jetzigen Praxis immer noch einen Rückschritt bedeutet. Es sollen nun >gleichwertige Lernziele< für Hochdeutsch und Dialekt gelten.
Bedauerlich ist auch die Entscheidung der Stadtberner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gegen einen Rechtsanspruch der Kinder auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Dagegen wurde der Gegenvorschlag des Mitte-rechts-Lagers angenommen, künftig Betreuungsgutscheine für Eltern auszugeben. Die Erfahrung mit Betreuungsgutscheinen zeigt, dass damit keine neuen Betreuuungsplätze geschaffen werden, weil damit nicht mehr Geld für die Tagesbetreuung zur Verfügung steht. Dagegen entsteht mehr Druck auf die Arbeitsbedingungen des Personals. In einem Bereich, wo es sowieso schon hohe Fluktuation und zu wenig qualifiziertes Personal gibt, ist dieser Effekt schädlich. Weiterhin werden die Kitas ihre vielfältigen Aufgaben - von der Integration bis zur Sprachförderung - nur unzureichend erfüllen können.

Tagung MusikZukunft - Zukunftsmusik am 2. April 2011 in Bern

Am 2. April fand in Bern eine nationale Tagung für Musiklehrkräfte im vpod statt. Rund 60 TeilnehmerInnen diskutierten über die prekären Arbeitsbedingungen im Musikunterricht und forderten in einer Resolution Massnahmen zu deren Verbesserung, insbesondere die Gleichstellung der Musiklehrpersonen mit den anderen Lehrpersonen der obligatorischen Schule. Die Musikinitiative, welche voraussichtlich im Jahr 2012 zur Abstimmung kommt, kann dazu beitragen, über eine Erhöhung symbolischer, öffentlicher Wertschätzung und stärkerer staatlicher Förderung der Musik auch die prekären Anstellungsbedingungen der Musiklehrpersonen an den Schulen und Musikschulen zu verbessern.

Resolution

Bundesrat will Recht auf Bildung aushöhlen

Der Bundesrat erwägt in seinem Bericht vom 22.12.2010 eine Meldepflicht für Sans-Papiers-Kinder, die zur Schule gehen. Damit würde eindeutig gegen das Recht auf Bildung verstossen. Sobald die Ausbildungsstätten die Kinder bei den Migrationsbehörden melden müssten, hätten die Kinder faktisch keine Möglichkeit mehr, eine öffentliche Schule zu besuchen, ohne dass die betroffenen Familien von Ausschaffung bedroht wären. Der vpod wendet sich entschieden gegen diese Einschränkung des Rechts auf Bildung. Medienmitteilung

Weiterbildung: Frühe Bildung aus interkultureller Perspektive

Der vpod bietet im Jahr 2011 drei Kurse an, die sich mit der Arbeit in Betreuungseinrichtungen aus interkultureller Perspektive befassen.
Die Kurse richten sich an KrippenleiterInnen, ErzieherInnen, FaBes und alle anderen, die mit der Betreuung von Kindern zu tun haben.
Wiederholungskurs Teil 1, 26. Februar 2011
Programm Teil 2 und 3

Bern: Tausende Lehrpersonen verlangen bessere Anstellungsbedingungen

Eine Lektion für die Zukunft: Unter diesem Motto versammelten sich rund 5000 bernische Lehrerinnen und Lehrer am 13. November zu einer Protestkundgebung vor dem Rathaus. Die beiden Verbände LEBE und vpod akzeptieren die fehlenden Lohnperspektiven der jüngeren Lehrpersonen nicht und fordern die Redauktion der Arbeitszeit für alle sowie ein besseres Betreuungsverhältnis – zum Beispiel das Vieraugenprinzip.

Lehrerinnen und Lehrer unter 40 leiden besonders unter der fehlenden Lohnperspektive, die durch Sparmassnahmen und die Änderung des Lehreranstellungsgesetzes politisch erzwungen wurde. 1996 verdiente eine Primarlehrperson mit 10 Jahren Berufserfahrung im Kanton Bern 6 686 Franken. 13 Jahre später erhält eine Primarlehrperson mit ebenfalls 10 Jahren Berufserfahrung nur noch 6 194 Franken. Das sind 7,4 Prozent weniger. Teuerungsbereinigt entspricht dies einem Lohnabbau von 16,8 Prozent! Diese Situation können und wollen LEBE und vpod nicht akzeptieren.

In der übernächsten Woche wird der Grosse Rat über das Budget des Kantons und damit über die Lohnforderungen der Berufsverbände entscheiden.

Ein GAV für Kindertagesstätten

Der vpod und der Verband der Kindertagesstätten Schweiz KitaS haben beschlossen, Verhandlungen für einen Gesamtarbeitsvertrag aufzunehmen. Bei einer Auftaktveranstaltung am 25. Oktober 2010 soll über Inhalte eines GAV und die gegenseitigen Erwartungen diskutiert werden. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Download Einladung/ Programm

Veranstaltung: Frühe Bildung aus interkultureller Perspektive

Insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund ist die Chancengleichheit im Schweizer Bildungssystem nicht gewährleistet. Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit in den vorschulischen Betreuungseinrichtungen der Bildungserfolg dieser Kinder gefördert werden kann?
Ein Kurs für KrippenleiterInnen, ErzieherInnen und alle, die beruflich Kinder betreuuen.
Referentin: Eliza Spirig Mohr, Marie-Meierhofer-Institut für das Kind
Datum und Ort: 6. November 2010, 13.30 - 17.30, vpod Zentralsekretariat, Zürich
Programm
Anmeldung
: bis 25. Oktober 2010 an Brigitta Mazzocco, Zentralsekretariat vpod

Initiative für Ausbildungsstipendien lanciert

Der Verband der Studierenden der Schweiz VSS/ UNES hat im Juli 2010 eine Stipendieninitiative lanciert, die auch von SGB und vpod unterstützt wird. Es geht darum, die Ausbildungsbeiträge an Studierende von Hochschulen und anderen Institutionen der Tertiärstufe sicherzustellen und Anspruchskriterien zu entwickeln, die für alle Kantone einheitlich sind.

Der vpod kritisiert schon seit einiger Zeit, dass das Stipendienwesen unzureichend geregelt ist und dass es mehr Förderung von Ausbildungen nach der obligatorischen Schule braucht. Die Initiative des VSS geht in die richtige Richtung. Argumentarium und Unterschriftbogen können hier heruntergeladen werden.

Zürich: Lehrpersonen fordern Entlastung

Die Verbände der Lehrpersonen in Zürich (vpod, SekZH und ZLV) fordern wirksame Entlastungsmassnahmen. Über 4000 Lehrpersonen haben eine Resolution unterschrieben, mit der sie eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung fordern.
Die Lehrpersonen brauchen ausreichend Zeit für ihre Arbeit - nur so bleiben sie engagiert und der Beruf attraktiv für junge Menschen.
Medienmitteilung

Tagesbetreuung in der Schule: Vernetzungswerkstatt

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Tagesbetreuungseinrichtungen funktioniert noch nicht überall reibungslos, und es gibt für beide Seiten viele offene Fragen.
Vernetzungswerkstätten bieten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu diskutieren. Eingeladen sind alle, die beruflich mit der Tagesbetreuung zu tun haben oder daran interessiert sind.
Nächste Termine:
Mittwoch, 23. Juni 2010, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Mittwoch, 1. September, 17.15 - 19.15, Zürich, vpod-Sekretariat
Programm und Anmeldung

Lehrpersonen wollen Schule ohne Selektion

Lehrpersonen aller Stufen und weitere Fachleute der diskutierten anlässlich der Verbandskonferenz vom 7./8. Mai in Lausanne zwei Tage über die aktuellen Herausforderungen, welche die integrative Schule und andere Reformen für die davon Betroffenen darstellen.

Sie sprachen sich mit grosser Mehrheit dafür aus, die unsinnig frühe und schädliche Selektion im Schweizer Schulsystem abzuschaffen und eine ungeteilte Oberstufe (Sek 1) für alle einzuführen. Darüber hinaus wurden Resolutionen zur Frage der Arbeitsbelastung (Jetzt Pflichtlektionen senken), zu den Bedingungen der Lehrpersonenausbildung (Für einen offeneren Zugang zu den Pädagogischen Hochschulen) und zum Recht auf Berufsbildung von Sans-Papiers-Jugendlichen (Für ein Recht auf Berufsbildung für alle) verabschiedet.
Ausserdem wurde eine Erklärung zur aktuellen Situation in Griechenland verabschiedet.

Thurgau: Privatschulinitiative haushoch abgelehnt

Nach Baselland hat auch der Thurgau die Privatschulinitiative des Vereins Elternlobby in der Abstimmung vom 7. März deutlich abgelehnt - sogar noch deutlicher als das Baselbiet. 83.2 Prozent der Abstimmenden sagten Nein zur Initiative. In keiner einzigen der 80 Gemeinden hatte die Vorlage eine Chance.
Der vpod begrüsst diese Entscheidung. Sie zeigt, dass eine grosse Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger keine Zweiklassen-Schule möchte, sondern will, dass Bildung für alle Kinder gleichermassen zugänglich ist.
Es bleibt zu hoffen, dass die Elternlobby Konsequenzen aus diesen klaren Voten zieht und die noch laufenden Initiativen und Unterschriftensammlungen in weiteren Kantonen einstellt (St. Gallen, Solothurn, Zürich, Basel-Stadt).
Mehr zum Thema Bildungsgutschein

Recht auf Bildung für Sans-Papiers: Es bewegt sich etwas

Der vpod begrüsst den Entscheid des Nationalrates, jugendlichen Sans-Papiers einen Lehrabschluss zu ermöglichen.
Der Nationalrat hat am 3.3.2010 einer entsprechenden Motion mit 93 zu 85 Stimmen bei 8 Enthaltungen zugestimmt. Eingereicht hatte die Motion Luc Barthassat (CVP/GE).
In der Westschweiz wird im Moment die Frage der Berufslehre für jugendliche Sans-Papiers heftig diskutiert: Die Stadt Lausanne will den Jugendlichen eine Lehre ermöglichen.
Der Nationalrat stimmte auch einem Postulat von Bea Heim (SP/SO) zu, das für Sans-Papiers den Zugang zu Krankenkasse und Gesundheitsversorgung fordert.
Ebenfalls nahm der Nationalrat die Motion von Antonio Hodgers (Grüne) an, welche die Einhaltung der Kinderrechtskonvention bei Kindern ohne Rechtsstatus fordert.
Weitere Infos zum Thema finden sich auf der Website Kein Kind ist illegal

Vorankündigung: Verbandskonferenz Bildung, Erziehung, Wissenschaft

7./ 8. Mai 2010 in Lausanne, Ecole professionelle EPSIC

Referenten und Referentinnen:
Prof. Roland Pfefferkorn, Soziologe an der Université Strasbourg

Dr. Silvia Grossenbacher, Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Aarau

 

Arbeitsgruppen:

-Integration im Schulalltag: Stand der Umsetzung und Handlungsbedarf in den Kantonen

- Von Bologna nach Pisa: 10 Jahre Bolognareform, was hat's gebracht?

- Berufsbildungsreform - Zeit für eine Bilanz

- Standards konkret: welche Standards für die Schule von heute?

- Mitbestimmung und politische Bildung - schwarze Löcher in der Schule?

 

Anmeldung in den vpod-Regionalsekretariaten oder im Zentralsekretariat.

Familienergänzende Kinderbetreuung fair finanzieren!

Die familienergänzende Kinderbetreuung ist notorisch unterfinanziert. Der vpod hat daher zusammen mit dem Verband KiTaS eine Petition lanciert. Sie fordert den Bundesrat auf, die Grundlagen für eine faire Finanzierung der Kinderbetreuung zu schaffen. Dafür soll jährlich mindestens ein Prozent des Bruttoinladprodukt (BIP) in Form von öffentlichen Geldmitteln zur Verfügung gestellt werden.
Zur Petition

 

Harmos-Abstimmung Bern: 27. September

Am 27. September wird im Kanton Bern über den Beitritt zum HarmoS-Konkordat abgestimmt.
Der vpod hat immer wieder sehr grundlegende Kritik am HarmoS-Konkordat geäussert. Trotzdem spricht er sich auch in Bern für einen Beitritt zum Konkordat aus, welches unterm Strich klare Verbesserungen für die Volksschule bringt.

Die frühere Einschulung und die bedarfsgerechte Einführung von Tagesstrukturen tragen dazu bei, die Chancengleichheit für die Kinder zu erhöhen. Sie fördern die Integration und entsprechen den aktuellen Erkenntnissen über die kindliche Entwicklung. Mit ihren Angriffen auf diese Punkte zeigt die SVP ihre wahre Zielsetzung: Es geht ihr nicht um die Qualität der Volksschule, sondern um die Ausgrenzung von minderprivilegierten Bevölkerungsgruppen.

HarmoS bringt zudem grundlegende Verbesserungen in zwei weiteren wichtigen Bereichen: Das Recht auf Bildung wird faktisch ausgeweitet, und die Herkunftssprachen der Migrationsbevölkerung werden aufgewertet: Die Kantone sind aufgefordert, die Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur im Rahmen der Schule zu unterstützen und damit die Erstsprachen der Kinder stärker zu berücksichtigen. Es ist bewiesen, dass sich damit auch die Kenntnisse der Landessprachen verbessern.

HarmoS ist nicht ein Selbstzweck von Bildungsbürokraten, sondern bringt einige notwendige strukturelle Harmonisierungen im Bildungswesen. Die Umsetzung von HarmoS muss jedoch kritisch begleitet werden. Damit sie erfolgreich ist, braucht es genügend Ressourcen. Hier liegt die wirkliche Herausforderung. Akut gefährdet werden diese durch den systematischen Sturmlauf der SVP gegen die Steuereinnahmen. Insbesondere in den Kantonen und Gemeinden ist dies ein direkter Angriff auf die Qualität der Volksschule.

Kein Kind ist illegal!

Ausstellung Kein Kind ist illegal
Kinder und Jugendliche mit oder ohne geregelten Aufenthaltsstatus sowie erwachsene KünstlerInnen haben eindrückliche Werke über die Situation von Sans-Papiers-Kindern und -Jugendlichen geschaffen. Ein Teil von diesen Arbeiten wird nun im Rahmen einer Wanderausstellung in der Schweiz gezeigt.

Ausstellung 3.- 13. September 2009, Bäckeranlage Zürich
Vernissage und Preisverleihung: 3. September, 19.00 Uhr

Kampagne Kein Kind ist illegal
Verschiedene NGOs (die Sans-Papiers-Beratungsstellen Basel, Bern, Zürich, das Sans-Papiers-Kollektiv Genf, Terre des hommes Schweiz, das Heks sowie die Gewerkschaften vpod und Unia) haben haben den Verein für die Rechte illegalisierter Kinder gegründet.

„Kein Kind ist illegal“ fordert ein umfassendes Recht auf Bildung - von der vorschulischen Bildung bis zur Mittelschule oder Lehre -, keine Zwangsmassnahmen gegen Minderjährige sowie vereinfachte Regularisierungsmöglichkeiten für Kinder und ihre Familien. Die Kampagne verleiht diesen Forderungen im Laufe der nächsten zwei Jahre Nachdruck durch die Etablierung eines breiten Netzwerks, das sich für die Rechte illegalisierter Kinder einsetzt, durch Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit.

In der Schweiz leben mehrere Tausend Kinder ohne Aufenthaltsbewilligung. Sie verbringen viele Jahre oder ihre ganze Kindheit hier, doch sind sie rechtlich gesehen inexistent. Angst vor Entdeckung und Ausschaffung, soziale Isolation, Armut sowie ungewisse Zukunftsperspektiven prägen ihre Lebenssituation. Verfassungsmässig garantierte Rechte, und solche, denen sich die Schweiz durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet hat, sind für Kinder von Sans-Papiers und von abgewiesenen Asylsuchenden kaum durchsetzbar.

Beispielsweise ist das Recht auf Bildung nach wie vor unvollständig verwirklicht: Kleine Kinderohne gültigen Aufenthaltsstatus können oft keine Kinderkrippe besuchen. Sie, deren Eltern oft beide arbeitstätig sind, hätten eine vorschulische Betreuung besonders nötig. Nach der Volksschule, wenn die Klassenkameradinnen eine Ausbildung beginnen, bleibt den Jugendlichen ohne gültigen Aufenthaltsstatus meist nur die Wahl zwischen Schwarzarbeit und „Nichtstun“. Gemäss Ausländergesetz dürfen Jugendliche ab 15 Jahren bis zu 12 Monate in Ausschaffungshaft genommen werden.

Weitere Informationen: www.keinkindistllegal.ch

Tagung "Integrative Schule"

Nationale Tagung
Integrative Schule – eine Schule für alle
Ziele, Wünsche, Wirklichkeit

Samstag, 1. November 2008, 9.45 – 16.30 , Bern

Programm    Anmeldung 

 

Ja zum HarmoS-Konkordat

In den kommenden Monaten wird in verschiedenen Kantonen über das HarmoS-Konkordat abgestimmt: am 28. September in Luzern, am 30.  November voraussichtlich in den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Zürich und möglicherweise weiteren.
Der vpod hat sich im Rahmen der Vernehmlassung sehr kritisch zu HarmoS geäussert. Trotzdem empfiehlt er, bei den anstehenden Abstimmungen ein Ja zu HarmoS. Einerseits wurde die definitive Fassung des Konkordats in entscheidenden Fragen verbessert. Andererseits würde eine Ablehnung von HarmoS keineswegs dazu führen, dass die Punkte, die der vpod kritisiert hat, verbessert würden. Dafür würde es aber bei anderen wichtigen Fragen zu Rückschritten führen. Die ausführliche Stellungnahme des vpod als Download.

 

"Freie Schulwahl" macht die Gemeindeschulen kaputt

Die Elternlobby Schweiz lässt im Kanton BL einen Versuchsballon steigen mit ihrer Initiative für eine freie Schulwahl. Die Befürworterinnen behaupten, der freie Wettbewerb würde Kosten und Effizienz der Schule steigern. Dabei zeigen alle bisherigen Erfahrungen mit Bildungsgutscheinen, dass Privatisierungen im Bereich der Volksschule fatale Folgen haben.  Der vpod engagiert sich daher gegen die Initiative, die voraussichtlich im November 08 zur Abstimmung kommt.   

Resolution vpod Basel zur Initiative (PDF)

Argumentarium des Gegenkomitees (PDF)

Broschüre "Der Bildungsgutschein - Zaubermittel für eine bessere Schule?" (bestellen)

 

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Tagung zur familienexternen Kinderbetreuung

Unter dem Titel "Gute Tagesbetreuung für Kinder - Qualität und Arbeitsbedingungen" veranstaltete der vpod am 13. Juni in Bern eine nationale Tagung.
Der Ausbau der familienexternen Kinderbetreuung wird heute von weiten Kreisen unterstützt, und es sind in den letzten Jahren erfreulicherweise zahlreiche neue Betreuungsplätze geschaffen worden. Allerdings werden die Fragen der pädagogischen Qualität und der Arbeitsbedingungen des Personals bisher kaum diskutiert.
Welche Rahmenbedingungen braucht es? Welche Ausstattung, welche Ausbildungen? Die Tagungsteilnehmenden diskutierten Antworten auf diese und weitere Fragen.

Download der Referate

Berufschancen jetzt! - Ein Projekt des vpod

Bei der Lehrstellensituation ist nach wie vor keine Entwarnung angesagt, und trotz sehr guter Konjunktur nimmt die Jugendarbeitslosigkeit nicht ab. Mittlerweile wurden über 20 000 Jugendliche in die Warteschlaufen von Brückenjahren, Projekten etc. geschickt.
Das Rennen um zukunftsweisende Lehrstellen bleibt wie die Selektion äusserst hart. Die Schülerinnen und Schüler mit "Grundabschluss" bleiben dabei oftmals auf der Strecke.
Der vpod lanciert daher eine Kampagne zum Recht auf Bildung bis und mit Ausbildung auf der Sekundarstufe II (Berufsausbildung/ Gymnasium). Zu den grundlegenden Forderungen des vpod gehört die Einrichtung von Berufsbildungsfonds, der Auf- und Ausbau von Lehrwerkstätten, die verstärkte individuelle Betreuung der Jugendlichen und die Verbesserung der Situation am Übergang von der obligatorischen Schule zur Berufsausbildung.

Grundlagenpapier "Berufschancen für alle"

Information und Kontakt

 

 

 

 

Erstsprachen der Kinder fördern - ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung

IG Erstsprachen gegründet - Aufruf jetzt unterschreiben!

In der öffentlichen Diskussion in der Schweiz ist derzeit wiederholt die Rede von Integrationsdefiziten, vor allem sprachlichen Defiziten, der MigrantInnen. 
Bei aller Wichtigkeit guter Kenntnisse in der lokalen Landessprache wird nicht thematisiert und zu wenig erkannt, welches grosse Potenzial in den Sprachen der Migrantenfamilien – auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz – steckt. Und vor allem wird ausser Acht gelassen, dass gute Kenntnisse der Erstsprache  Kindern das Erlernen der Landessprache erleichtern. Zudem kann eine gelungene Identitätsfindung in zwei Kulturen einen wesentlichen Beitrag zur privaten und beruflichen Integration und zur Gewaltprävention leisten.

Die "Interessengemeinschaft Erstsprachen", ein Zusammenschluss vieler interessierter Organisationen und Persönlichkeiten aus Bildung, Wissenschaft und Migration macht mit einem gemeinsamen Aufruf „Erstsprachen der Kinder fördern – ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung“ an Politik und Öffentlichkeit auf diese Tatsachen aufmerksam und will den Beitrag ins rechte Licht rücken, den viele Sprachgemeinschaften durch selber finanzierte und organisierte Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur HSK schon seit langem leisten. Sie fordert die Verantwortlichen für das Bildungswesen auf, die im Sprachengesetz und dem HarmoS-Konkordat gelegten Grundlagen für die Stärkung des HSK-Unterrichts zu dessen Unterstützung zu nutzen und ihn in das öffentliche Bildungswesen zu integrieren.
Mehr Information.