Bildung Erziehung Wissenschaft
Kurs "Haftpflicht von Lehrpersonen - Grosse Verantwortung, grosses Risiko?"
Samstag, 9. März 2013, 13.30 Uhr - 17.00 Uhr, Zürich
Lehrpersonen tragen viel Verantwortung, im Schulalltag und bei Sonderveranstaltungen wie Schullagern, Ausflügen oder Projektwochen. Regelmässig wird die Öffentlichkeit aufgeschreckt durch tragische Ereignisse, wenn ein Schulkind verunglückt oder aber eine Lehrperson in Konflikt mit der Justiz gerät. Auch die Prozessfreudigkeit der Eltern steigt.
Wie sieht es mit der Verantwortung der Lehrpersonen genau aus? Was muss aus juristischer Sicht bei Ausflügen oder Sonderveranstaltungen beachtet werden? Wie verhält man sich bei einer Klage? Inwieweit ist eine Lehrperson haftpflichtig?
Der Weiterbildungskurs bietet eine Einführung in die wichtigsten rechtlichen Grundlagen rund um den Lehrberuf. An konkreten Fällen werden Verantwortlichkeiten und der juristische Rahmen für die Berufsausübung diskutiert.
Referent: Peter Hofmann, Jurist, ehemaliger Primarlehrer, Leiter der unabhängigen Fachstelle Schulrecht GmbH
Kosten: Fr. 150.-, für vpod-Mitglieder kostenlos
Anmeldung: Bis 28. Februar 2013 an brigitta.mazzocco[at]vpod-ssp.ch
Berufslehre für Sans-Papiers
Die Entscheidung des Bundesrats, dass zukünftig Jugendliche ohne geregelten Aufenthaltsstatus eine Berufslehre ergreifen können, ist erfreulich. Wie der Bundesrat mitteilte, tritt am 1. Februar 2013 die "Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit" (VZAE) in Kraft, nach der den Sans-Papiers-Jugendlichen zumindest unter gewissen Bedingungen eine Lehre offen steht.
Der VPOD begrüsst, dass im Rahmen des Vernehmlassungsprozesses noch zwei Punkte in die Verordnung aufgenommen wurden, die den Zugang zur Berufslehre für die Jugendlichen erleichtern. Nach Abschluss der Schule haben die Jugendlichen generell ein Jahr Zeit, um einen Antrag zu stellen. Auch wird der etwaige Besuch von Brückenangeboten jetzt angerechnet auf die verlangten fünf Jahre ununterbrochenen Schulbesuchs in der Schweiz .
Die vom VPOD geforderte weitere Liberalisierung des Zugangs fand jedoch keinen Eingang in den definitiven Text der Verordnung. Statt dessen gab es eine bedenkliche Verschärfung: Jugendliche müssen nun bei der Antragstellung ihre Identität offen legen. Damit wird der Nutzen der ganzen Verordnung wiederum infrage gestellt. Viele der betroffenen Jugendlichen werden aus Angst weiterhin von einer Berufslehre absehen, wegen des Risikos, bei der Ablehnung ihres Gesuchs ausgewiesen zu werden. Damit verstösst auch die neue Regelung gegen das Recht auf Bildung, obwohl von der Schweiz ratifizierte UN-Übereinkommen (z.B. die sogenannte "Kinderrechtskonvention") dieses Recht allen Jugendlichen zuerkennen. Dem Werkplatz Schweiz gehen zudem wertvolle Arbeitskräfte verloren.
Veranstaltung: Krise auf dem Rücken der Bildung?
Wird Europa kaputt gespart? Informationsabend der vpod-Gruppe Internationales |
In Valencia wurden im letzten Winter die Schulzimmer nicht mehr geheizt. In Barcelona erhalten öffentliche Angestellte monatelang keinen Lohn. In Andalusien stürmen Arbeitslose und Gewerk-schafter Lebensmittelgeschäfte, um Nahrung an Leute ohne Auskommen zu verteilen: Was ist in Spanien los? Was hat das mit uns zu tun? Am Ende der Veranstaltung soll ein Organisationskomitee für eine öffentliche Aktion zum Thema gegründet werden. |
Zürich: Einmal mehr eine deutliche Absage an die Schulwahl-Mogelpackung
Mit Genugtuung hat der vpod vom klaren Resultat der Zürcher Abstimmung über die Volksinitiative "Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse" Kenntnis genommen. Die unnötige Initiative wurde mit über 80 Prozent Nein-Stimmen klar abgelehnt. Die Stimmberechtigten haben erkannt, dass es sich bei der Initiative um eine Mogelpackung handelte, die zu steigenden Kosten, zu einer verstärken sozialen Segregation, einem Verlust an Planungssicherheit für die Gemeinden und zur Schliessung von kleinen Schulen in ländlichen Regionen geführt hätte.
Mit dem Nein vom 17. Juni 2012 im Kanton Zürich hat die Privatschullobby nun zum vierten Mal in Folge eine klare Absage erhalten. Auch in den Kantonen Basel-Land, Thurgau und St. Gallen scheiterten ähnliche Begehren in den vergangenen Jahren deutlich. Es steht zu hoffen, dass das Thema damit endlich definitiv vom Tisch ist.
Zugang zur Berufslehre für "Sans-Papiers" verbessern
Der vpod begrüsst den Vorschlag des Bundesrats, jugendlichen Sans-Papiers zukünftig den Zugang zur beruflichen Grundbildung zu ermöglichen. Die vorgesehene Regulierung über den Verordnungsweg hat den Vorteil, dass sie pragmatisch erfolgen kann, ohne dass bestehende Gesetze geändert werden müssen. Allerdings stehen die vorgesehenen Zugangsbeschränkungen im Widerspruch zu rechtlich bindenden internationalen Abkommen wie der UN-Kinderrechtskonvention, mit deren Ratifizierung sich die Schweiz dazu verpflichtet hat, dass alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von deren Aufenthaltsstatus, diskriminierungsfreien Zugang zum Schweizer Bildungssystem haben. Damit deren Recht auf Bildung auch im Bereich der beruflichen Grundbildung durchgesetzt werden kann, schlägt der vpod in seiner Vernehmlassungsantwort weniger restriktive Einschränkungen vor. Allen Jugendlichen, die drei oder mehr Jahre eine Schweizer Schule besucht haben, soll die Aufnahme einer Berufslehre offen stehen.
Tagung "Schulische Tagesbetreuung in der Nordwestschweiz"
Am 7. September findet in Rheinfelden eine Tagung zum Thema "Qualität lohnt sich - Mittagstische, Horte, Tagesschulen in der Nordwestschweiz" statt. Die schulische Tagesbetreuung wird an vielen Orten ausgebaut und überall stellen sich ähnliche Frage: Welche Qualität wollen wir und wie können wir sie finanzieren? Die geplante Tagung will zeigen, welche Lösungen an verschiedenen Orten gefunden wurden, was sich bewährt und wo die Stolpersteine liegen. Sie wird organisiert vom Verein Bildung und Betreuung beider Basel und dem Dachverband Tagesstrukturen/ Mittagstische Aargau und richtet sich an Fachleute und PraktikerInnen aus Mittagstischen, Tagesstrukturen, Horten, Gemeinden, Behörden sowie an alle Interessierten. Programm (PDF) Flyer; Anmeldung unter www.bildung-betreuung.ch,
Kurs "Sprachförderung für Kinder unter vier Jahren" am 22. September 2012
Welche Wirkung zeigt Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund, wenn diese noch vor dem Eintritt in den Kindergarten erfolgt? Am Beispiel eines Basler Projekts werden Möglichkeiten und Probleme der frühen Sprachförderung gezeigt und diskutiert. Ein Kurs für ErzieherInnen, KrippenleiterInnen, FaBes und alle, die sich mit frühkindlicher Bildung beschäftigen.
Referentinnen: Karin Keller, Universität Basel; Theres Hammel: Fachstelle Spielgruppen, Basel
Programm Anmeldung
Weiterbildungsgesetz reicht nicht aus
Der vpod begrüsst die Tatsache, dass endlich der längst überfällige Entwurf zu einem Weiterbildungsgesetz vorgelegt wurde.
Allerdings ist er der Meinung, dass der vorliegende Entwurf keine ausreichende Grundlage für die Weiterbildung darstellt, sondern in der jetzigen Form eher eine Gefahr bildet.
Weiterbildung wird bisher vor allem von denjenigen Personen in Anspruch genommen, die schon eine solide Grundbildung haben. Ein sinnvolles Weiterbildungsgesetz müsste dazu beitragen, den niederschwelligen Zugang für diejenigen Personen zu eröffnen, die am wenigsten qualifiziert sind. Das ist im vorliegenden Entwurf nicht der Fall.
Der vpod ist daher der Auffassung, dass der vorliegende Entwurf in zentralen Fragen entschieden erweitert und überarbeitet werden muss.
Schulische Tagesbetreuung aus interkultureller Perspektive
Ein Weiterbildungskurs des vpod
Samstag, 12. Mai 2012, 13.30 - 17.30 Uhr
Insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund ist die Chancengleichheit im Schweizer Bildungswesen nicht gewährleistet. Eine gute Tagesbetreuung kann aber wesentlich zu deren Bildungserfolg beitragen. Thema des Kurses sind die dafür nötigen Rahmenbedingungen und pädagogischen Konzepte. Die Teilnehmenden lernen wissenschaftliche Studien über die Tagesbetreuung kennen und bekommen praktische Modelle vorgestellt.
Manifest "Eine andere Schule ist möglich" - jetzt unterschreiben
Seit langem ist bekannt, dass Schülerinnen und Schüler mehr und besser lernen, wenn in der obligatorischen Schulzeit keine Selektion oder Übertrittsentscheide stattfinden. Trotzdem wird in der Schweiz an der mehrgliedrigen Sekundarstufe I festgehalten, und verschiedene Seiten drängen sogar darauf, noch weitere Differenzierungen (wieder) einzuführen.
Gleichzeitig ist die Umsetzung der integrativen Schule in vollem Gang und Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden so weit wie möglich in die Regelschule integriert.
Der vpod engagiert sich seit vielen Jahren für eine integrative Volksschule für alle Kinder, welche die gesamte obligatorische Schulzeit umfasst und eine ungeteilte Sekundarstufe I voraussetzt.
Allerdings sind Integration und Selektion zwei Konzepte, die sich gegenseitig ausschliessen. In einem selektiven Schulsystem ist eine echte Integration nicht möglich. Der vpod hat daher das Manifest Eine andere Schule ist möglich - Für eine Volksschule ohne Selektion lanciert. Hintergrundinformationen und die Möglichkeit zum Unterschreiben finden sich hier.
Massnahmen gegen Lehrpersonenmangel
Der Lehrpersonenmangel, der sich bereits jetzt wieder für das kommende Schuljahr abzeichnet, führt dazu, dass die Kantone teilweise nicht-qualifiziertes oder unzureichend qualifiziertes Personal sowie Pensionierte einstellen. Die Arbeitsbedingungen und die grosse Belastung der Lehrpersonen führen ausserdem dazu, dass viele der Schule nach einiger Zeit wieder den Rücken kehren.
Darüber hinaus verhindern die derzeitigen EDK-Richtlinien den Zugang zur Lehrpersonenausbildung von Personen, die aus der Berufsbildung kommen oder andere Berufslaufbahnen haben.
Mit grosser Besorgnis beobachtet der vpod verschiedene Massnahmen in den Kantonen, welche die Errungenschaften der vergangenen Jahre zurückbuchstabieren und dazu führen werden, das Ansehen des Berufs weiter zu verschlechtern anstatt es anzuheben. Verkürzte Ausbildungen, welche nur zu regionalen Diplomen führen, sind keine akzeptable Lösung. Auch die Senkung der Voraussetzungen für Quereinsteigerinnen, wie bei der Ausbildung für Kindergarten-Lehrpersonen in Zürich, stellt einen massiven Rückschritt dar.
Um das Problem des Lehrpersonenmangels nachhaltig zu lösen, braucht es kurzfristige und längerfristige Massnahmen. Insbesondere muss der Zugang zu den Ausbildungen über den Weg der Berufsbildung erleichtert werden. Ausserdem braucht es substantielle Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, welche zur Entlastung der Lehrpersonen führen.
Weitere Massnahmen finden sich im Positionspapier des vpod.
Rückschläge für die Bildung
Drei Schritte zurück im Bildungsbereich - das ist das Ergebnis der kantonalen Abstimmungen Mai 2011 in Zürich, Basel und Bern. In Zürich wurde die Dialekt-Initiative gutgeheissen und den Kindergartenlehrpersonen damit ein Maulkorb vorgehängt. Im Kindergarten soll nur noch Mundart gesprochen werden, die Freude der Kinder am Sprachenlernen und ihre Fähigkeiten zur Mehrsprachigkeit werden damit brutal beschnitten. In Basel wurde immerhin knapp der Gegenvorschlag angenommen, der allerdings gegenüber der jetzigen Praxis immer noch einen Rückschritt bedeutet. Es sollen nun >gleichwertige Lernziele< für Hochdeutsch und Dialekt gelten.
Bedauerlich ist auch die Entscheidung der Stadtberner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gegen einen Rechtsanspruch der Kinder auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Dagegen wurde der Gegenvorschlag des Mitte-rechts-Lagers angenommen, künftig Betreuungsgutscheine für Eltern auszugeben. Die Erfahrung mit Betreuungsgutscheinen zeigt, dass damit keine neuen Betreuuungsplätze geschaffen werden, weil damit nicht mehr Geld für die Tagesbetreuung zur Verfügung steht. Dagegen entsteht mehr Druck auf die Arbeitsbedingungen des Personals. In einem Bereich, wo es sowieso schon hohe Fluktuation und zu wenig qualifiziertes Personal gibt, ist dieser Effekt schädlich. Weiterhin werden die Kitas ihre vielfältigen Aufgaben - von der Integration bis zur Sprachförderung - nur unzureichend erfüllen können.
Bundesrat will Recht auf Bildung aushöhlen
Der Bundesrat erwägt in seinem Bericht vom 22.12.2010 eine Meldepflicht für Sans-Papiers-Kinder, die zur Schule gehen. Damit würde eindeutig gegen das Recht auf Bildung verstossen. Sobald die Ausbildungsstätten die Kinder bei den Migrationsbehörden melden müssten, hätten die Kinder faktisch keine Möglichkeit mehr, eine öffentliche Schule zu besuchen, ohne dass die betroffenen Familien von Ausschaffung bedroht wären. Der vpod wendet sich entschieden gegen diese Einschränkung des Rechts auf Bildung. Medienmitteilung
Bern: Tausende Lehrpersonen verlangen bessere Anstellungsbedingungen
Eine Lektion für die Zukunft: Unter diesem Motto versammelten sich rund 5000 bernische Lehrerinnen und Lehrer am 13. November zu einer Protestkundgebung vor dem Rathaus. Die beiden Verbände LEBE und vpod akzeptieren die fehlenden Lohnperspektiven der jüngeren Lehrpersonen nicht und fordern die Redauktion der Arbeitszeit für alle sowie ein besseres Betreuungsverhältnis – zum Beispiel das Vieraugenprinzip.
Lehrerinnen und Lehrer unter 40 leiden besonders unter der fehlenden Lohnperspektive, die durch Sparmassnahmen und die Änderung des Lehreranstellungsgesetzes politisch erzwungen wurde. 1996 verdiente eine Primarlehrperson mit 10 Jahren Berufserfahrung im Kanton Bern 6 686 Franken. 13 Jahre später erhält eine Primarlehrperson mit ebenfalls 10 Jahren Berufserfahrung nur noch 6 194 Franken. Das sind 7,4 Prozent weniger. Teuerungsbereinigt entspricht dies einem Lohnabbau von 16,8 Prozent! Diese Situation können und wollen LEBE und vpod nicht akzeptieren.
In der übernächsten Woche wird der Grosse Rat über das Budget des Kantons und damit über die Lohnforderungen der Berufsverbände entscheiden.

Ein GAV für Kindertagesstätten
Der vpod und der Verband der Kindertagesstätten Schweiz KitaS haben beschlossen, Verhandlungen für einen Gesamtarbeitsvertrag aufzunehmen. Bei einer Auftaktveranstaltung am 25. Oktober 2010 soll über Inhalte eines GAV und die gegenseitigen Erwartungen diskutiert werden. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Download Einladung/ Programm
Initiative für Ausbildungsstipendien lanciert
Der Verband der Studierenden der Schweiz VSS/ UNES hat im Juli 2010 eine Stipendieninitiative lanciert, die auch von SGB und vpod unterstützt wird. Es geht darum, die Ausbildungsbeiträge an Studierende von Hochschulen und anderen Institutionen der Tertiärstufe sicherzustellen und Anspruchskriterien zu entwickeln, die für alle Kantone einheitlich sind.
Der vpod kritisiert schon seit einiger Zeit, dass das Stipendienwesen unzureichend geregelt ist und dass es mehr Förderung von Ausbildungen nach der obligatorischen Schule braucht. Die Initiative des VSS geht in die richtige Richtung. Argumentarium und Unterschriftbogen können hier heruntergeladen werden.
Zürich: Lehrpersonen fordern Entlastung
Die Verbände der Lehrpersonen in Zürich (vpod, SekZH und ZLV) fordern wirksame Entlastungsmassnahmen. Über 4000 Lehrpersonen haben eine Resolution unterschrieben, mit der sie eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung fordern.
Die Lehrpersonen brauchen ausreichend Zeit für ihre Arbeit - nur so bleiben sie engagiert und der Beruf attraktiv für junge Menschen.
Medienmitteilung
Lehrpersonen wollen Schule ohne Selektion
Lehrpersonen aller Stufen und weitere Fachleute der diskutierten anlässlich der Verbandskonferenz vom 7./8. Mai in Lausanne zwei Tage über die aktuellen Herausforderungen, welche die integrative Schule und andere Reformen für die davon Betroffenen darstellen.
Sie sprachen sich mit grosser Mehrheit dafür aus, die unsinnig frühe und schädliche Selektion im Schweizer Schulsystem abzuschaffen und eine ungeteilte Oberstufe (Sek 1) für alle einzuführen. Darüber hinaus wurden Resolutionen zur Frage der Arbeitsbelastung (Jetzt Pflichtlektionen senken), zu den Bedingungen der Lehrpersonenausbildung (Für einen offeneren Zugang zu den Pädagogischen Hochschulen) und zum Recht auf Berufsbildung von Sans-Papiers-Jugendlichen (Für ein Recht auf Berufsbildung für alle) verabschiedet.
Ausserdem wurde eine Erklärung zur aktuellen Situation in Griechenland verabschiedet.
Thurgau: Privatschulinitiative haushoch abgelehnt
Nach Baselland hat auch der Thurgau die Privatschulinitiative des Vereins Elternlobby in der Abstimmung vom 7. März deutlich abgelehnt - sogar noch deutlicher als das Baselbiet. 83.2 Prozent der Abstimmenden sagten Nein zur Initiative. In keiner einzigen der 80 Gemeinden hatte die Vorlage eine Chance.
Der vpod begrüsst diese Entscheidung. Sie zeigt, dass eine grosse Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger keine Zweiklassen-Schule möchte, sondern will, dass Bildung für alle Kinder gleichermassen zugänglich ist.
Es bleibt zu hoffen, dass die Elternlobby Konsequenzen aus diesen klaren Voten zieht und die noch laufenden Initiativen und Unterschriftensammlungen in weiteren Kantonen einstellt (St. Gallen, Solothurn, Zürich, Basel-Stadt).
Mehr zum Thema Bildungsgutschein
Recht auf Bildung für Sans-Papiers: Es bewegt sich etwas
Der vpod begrüsst den Entscheid des Nationalrates, jugendlichen Sans-Papiers einen Lehrabschluss zu ermöglichen.
Der Nationalrat hat am 3.3.2010 einer entsprechenden Motion mit 93 zu 85 Stimmen bei 8 Enthaltungen zugestimmt. Eingereicht hatte die Motion Luc Barthassat (CVP/GE).
In der Westschweiz wird im Moment die Frage der Berufslehre für jugendliche Sans-Papiers heftig diskutiert: Die Stadt Lausanne will den Jugendlichen eine Lehre ermöglichen.
Der Nationalrat stimmte auch einem Postulat von Bea Heim (SP/SO) zu, das für Sans-Papiers den Zugang zu Krankenkasse und Gesundheitsversorgung fordert.
Ebenfalls nahm der Nationalrat die Motion von Antonio Hodgers (Grüne) an, welche die Einhaltung der Kinderrechtskonvention bei Kindern ohne Rechtsstatus fordert.
Weitere Infos zum Thema finden sich auf der Website Kein Kind ist illegal
Familienergänzende Kinderbetreuung fair finanzieren!
Die familienergänzende Kinderbetreuung ist notorisch unterfinanziert. Der vpod hat daher zusammen mit dem Verband KiTaS eine Petition lanciert. Sie fordert den Bundesrat auf, die Grundlagen für eine faire Finanzierung der Kinderbetreuung zu schaffen. Dafür soll jährlich mindestens ein Prozent des Bruttoinladprodukt (BIP) in Form von öffentlichen Geldmitteln zur Verfügung gestellt werden.
Zur Petition
Kein Kind ist illegal!
Ausstellung Kein Kind ist illegal
Kinder und Jugendliche mit oder ohne geregelten Aufenthaltsstatus sowie erwachsene KünstlerInnen haben eindrückliche Werke über die Situation von Sans-Papiers-Kindern und -Jugendlichen geschaffen. Ein Teil von diesen Arbeiten wird nun im Rahmen einer Wanderausstellung in der Schweiz gezeigt.
Ausstellung 3.- 13. September 2009, Bäckeranlage Zürich
Vernissage und Preisverleihung: 3. September, 19.00 Uhr
Kampagne Kein Kind ist illegal
Verschiedene NGOs (die Sans-Papiers-Beratungsstellen Basel, Bern, Zürich, das Sans-Papiers-Kollektiv Genf, Terre des hommes Schweiz, das Heks sowie die Gewerkschaften vpod und Unia) haben haben den Verein für die Rechte illegalisierter Kinder gegründet.
„Kein Kind ist illegal“ fordert ein umfassendes Recht auf Bildung - von der vorschulischen Bildung bis zur Mittelschule oder Lehre -, keine Zwangsmassnahmen gegen Minderjährige sowie vereinfachte Regularisierungsmöglichkeiten für Kinder und ihre Familien. Die Kampagne verleiht diesen Forderungen im Laufe der nächsten zwei Jahre Nachdruck durch die Etablierung eines breiten Netzwerks, das sich für die Rechte illegalisierter Kinder einsetzt, durch Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit.
In der Schweiz leben mehrere Tausend Kinder ohne Aufenthaltsbewilligung. Sie verbringen viele Jahre oder ihre ganze Kindheit hier, doch sind sie rechtlich gesehen inexistent. Angst vor Entdeckung und Ausschaffung, soziale Isolation, Armut sowie ungewisse Zukunftsperspektiven prägen ihre Lebenssituation. Verfassungsmässig garantierte Rechte, und solche, denen sich die Schweiz durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet hat, sind für Kinder von Sans-Papiers und von abgewiesenen Asylsuchenden kaum durchsetzbar.
Beispielsweise ist das Recht auf Bildung nach wie vor unvollständig verwirklicht: Kleine Kinderohne gültigen Aufenthaltsstatus können oft keine Kinderkrippe besuchen. Sie, deren Eltern oft beide arbeitstätig sind, hätten eine vorschulische Betreuung besonders nötig. Nach der Volksschule, wenn die Klassenkameradinnen eine Ausbildung beginnen, bleibt den Jugendlichen ohne gültigen Aufenthaltsstatus meist nur die Wahl zwischen Schwarzarbeit und „Nichtstun“. Gemäss Ausländergesetz dürfen Jugendliche ab 15 Jahren bis zu 12 Monate in Ausschaffungshaft genommen werden.
Weitere Informationen: www.keinkindistllegal.ch
"Freie Schulwahl" macht die Gemeindeschulen kaputt
Die Elternlobby Schweiz lässt im Kanton BL einen Versuchsballon steigen mit ihrer Initiative für eine freie Schulwahl. Die Befürworterinnen behaupten, der freie Wettbewerb würde Kosten und Effizienz der Schule steigern. Dabei zeigen alle bisherigen Erfahrungen mit Bildungsgutscheinen, dass Privatisierungen im Bereich der Volksschule fatale Folgen haben. Der vpod engagiert sich daher gegen die Initiative, die voraussichtlich im November 08 zur Abstimmung kommt.
Resolution vpod Basel zur Initiative (PDF)
Argumentarium des Gegenkomitees (PDF)
Broschüre "Der Bildungsgutschein - Zaubermittel für eine bessere Schule?" (bestellen)
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Erstsprachen der Kinder fördern - ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung
IG Erstsprachen gegründet - Aufruf jetzt unterschreiben!
In der öffentlichen Diskussion in der Schweiz ist derzeit wiederholt die Rede von Integrationsdefiziten, vor allem sprachlichen Defiziten, der MigrantInnen.
Bei aller Wichtigkeit guter Kenntnisse in der lokalen Landessprache wird nicht thematisiert und zu wenig erkannt, welches grosse Potenzial in den Sprachen der Migrantenfamilien – auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz – steckt. Und vor allem wird ausser Acht gelassen, dass gute Kenntnisse der Erstsprache Kindern das Erlernen der Landessprache erleichtern. Zudem kann eine gelungene Identitätsfindung in zwei Kulturen einen wesentlichen Beitrag zur privaten und beruflichen Integration und zur Gewaltprävention leisten.
Die "Interessengemeinschaft Erstsprachen", ein Zusammenschluss vieler interessierter Organisationen und Persönlichkeiten aus Bildung, Wissenschaft und Migration macht mit einem gemeinsamen Aufruf „Erstsprachen der Kinder fördern – ein zentraler Auftrag der öffentlichen Bildung“ an Politik und Öffentlichkeit auf diese Tatsachen aufmerksam und will den Beitrag ins rechte Licht rücken, den viele Sprachgemeinschaften durch selber finanzierte und organisierte Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur HSK schon seit langem leisten. Sie fordert die Verantwortlichen für das Bildungswesen auf, die im Sprachengesetz und dem HarmoS-Konkordat gelegten Grundlagen für die Stärkung des HSK-Unterrichts zu dessen Unterstützung zu nutzen und ihn in das öffentliche Bildungswesen zu integrieren.
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