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Oktober 2014
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Kahlschlag bei der Solothurner Spitäler AG: vpod protestiert

21.07.09

Kahlschlag bei der Solothurner Spitäler AG: vpod protestiert

VON: JUDITH BUCHER

Der vpod protestiert gegen den Abbau von 250 Stellen in der Solothurner Spitäler AG. Die Gewerkschaft der Angestellten der Solothurner Spitäler ist schockiert, dass aufgrund von unausgereiften Vergleichszahlen ein eigentlicher Kahlschlag in den Solothurner Spitälern von statten gehen soll. Der vpod fordert denn auch umgehende Verhandlungen und einen vollständigen Verzicht auf Entlassungen.


Der Verwaltungsrat der Solothurner Spitäler AG gab einen Abbau von 250 Stellen innert 2 Jahren bekannt, und beruft sich dabei auf zweifelhafte Vergleiche mit anderen Kantonen. Während andere Spitäler, Gewerkschaften und Berufsverbände im Gesundheitswesen seit Monaten darauf hinweisen, dass der Vergleich der Fallkosten, die sogenannten DRG's, in der heute vorliegenden Form bestenfalls ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen gewährleistet, nimmt der Verwaltungsrat diese fragwürdigen Vergleichszahlen mitten in der Rezession zum Anlass, auf dem Höhepunkt der Krise einen massiven Stellenabbau vorzunehmen. Der vpod verurteilt dies aufs Schärfste.


Der vpod fordert vom Verwaltungsrat der Solothurner Spitäler AG und vom Solothurner Regierungsrat:
- eine umfassende Offenlegung der fragwürdigen Vergleichszahlen
- umgehende Verhandlungen mit den Sozialpartnern
- einen vollständigen Verzicht auf Entlassungen

Der geplante Stellenabbau bestätigt die Kritik des vpod am System der Fallpauschalen. In Deutschland hat man mit diesem System bereits Erfahrungen gesammelt – nur die allerschlechtesten. Wichtige Leistungen im Zusammenhang mit einer Spitalbehandlung werden durch das System der Fallpauschalen nicht sauber abgebildet und können deshalb in Zukunft nicht mehr erbracht werden. Die Unterfinanzierung trifft nicht nur das Personal, sondern auch die Patienten. Die vom vpod initiierte und von weiteren Verbänden getragene Petition verlangt deshalb flankierende Massnahmen zu der Einführung der Abrechnung nach Fallpauschalen.