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November 2014
Stefan Gigers Blog

Stadt Genf geht voran: Massnahmen gegen ISS

13.09.10

Stadt Genf geht voran: Massnahmen gegen ISS

VON: CHRISTOPH SCHLATTER

Seit nunmehr über 2 Monaten stehen Beschäftigte der Reinigungsfirma ISS am Genfer Flughafen im Streik – sie wollen ihren alten GAV zurück, den der Arbeitgeber gekündigt hatte. Zweck der Übung: Löhne, die ohnehin schon bescheiden sind, nochmals senken, so dass im teuren Genfer Raum die Existenz nicht mehr gesichert ist. In die festgefahrene Situation kommt jetzt Bewegung: Die Stadt Genf, die selbst Geschäftsbeziehungen mit der Firma ISS unterhält, hat die ISS am 8. September aufgefordert, mit dem Lohndumping aufzuhören und den gekündigten GAV binnen 15 Tagen wieder in Kraft zu setzen. Andernfalls wird die Stadt Genf der ISS die bestehenden Reinigungsaufträge entziehen.

Der Versuch der ISS, sich durch einen neuen (natürlich für die Beschäftigten unvorteilhaften) GAV reinzuwaschen, ist dagegen untauglich: Weil sie mit dem vpod nicht verhandeln will und weil die Unia abwinkte, hat die ISS jetzt, ohne den vpod überhaupt zu informieren, einen Vertrag mit „Push“ abgeschlossen, einer Organisation, die bei ISS aber überhaupt nicht vertreten ist und die bereits früher den einzigen Zweck hatte, die eigentlichen Gewerkschaften zu unterlaufen und unternehmerfreundliche Positionen salonfähig zu machen. Der mit „Push“ abgeschlossene Pseudo-GAV hat eine Lohnskala zwischen 3500 und 3800 Franken (gegenüber 3651 bis 4847 Franken im alten GAV); auch der Stundenlohn würde um 35 Rappen gesenkt.

Der vpod fordert alle Kantone, Gemeinden und öffentliche sowie private Einrichtungen auf, dem Beispiel der Stadt Genf zu folgen: Eine Firma, welche wie die ISS einen GAV lieber kündigt, statt ihn einzuhalten, und die mit Lüge (Beispiel: eine angebliche Petition zum Streikabbruch existierte gar nicht) und Ränkespielen (Pseudo-GAV mit „Push“) operiert, verdient keine Aufträge.

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