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Juli 2015
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Erfolgreiche VPOD-Bildungskonferenz: Entschieden gegen Abbau

19.05.14

Erfolgreiche VPOD-Bildungskonferenz: Entschieden gegen Abbau

VON: CHRISTINE FLITNER

Lehrpersonen aller Stufen und weitere Fachleute der Bildungsgewerkschaft VPOD diskutierten anlässlich der Verbandskonferenz vom 16. und 17. Mai in Solothurn über die Zusammenhänge zwischen Bildung und ihrer Ökonomisierung im Zuge der aktuellen Finanzkrisen. Sie hielten fest, dass die Sparpolitik einen Angriff auf die Fundamente der öffentlichen Schule darstellt. Die spanische Gewerkschafterin Carmen Agustin Lacruz zeigte die Methoden, mit denen in Spanien der Service public abgebaut wird, und ermutigte die Schweizer Gewerkschaften, die öffentliche Schule und ihre Qualität zu verteidigen.

Die Delegierten waren sich einig, dass Abbauprogramme in den Kantonen die Qualität der Bildungseinrichtungen gefährden und einen Angriff auf die Arbeitsbedingungen der Lehrer und der Wissenschaftlerinnen darstellen.
Unter anderem sprachen sich die versammelten Lehrpersonen dafür aus, dass der Beitritt der Schweiz zur Behindertenrechtskonvention einen echten Schritt voran in Richtung einer inklusiven Schule auslösen müsse. Alle Kinder müssen die notwendige Unterstützung erhalten, damit sie eine Ausbildung im Rahmen der obligatorischen Schule machen können.

Die Delegierten protestierten scharf gegen den Überarbeitungsvorschlag zum Lehrplan 21, der einseitig Konzessionen an die rechten Kritiker macht. Zudem sprachen sich die Delegierten für die Stipendieninitiative des VSS und gegen den Gegenvorschlag des Bundesrats aus. Weitere Themen waren das Mitbestimmungsrecht an Hochschulen und Universitäten, der Erstsprachenunterricht an der Schule sowie die Bildung auf der Sekundarstufe II.

Katrin Meier, Oberstufenlehrerin aus Zürich, wurde als Präsidentin der VPOD-Lehrpersonen für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.


Maria Carmen Agustín Lacruz. (Foto: Christoph Schlatter)