Service public auch beim Handwerk wahren
Service public auch beim Handwerk wahren
Mit einem Aufruf, den Service public auch in den handwerklichen Bereichen nicht zu vernachlässigen, hat sich die vpod-Verbandskonferenz Wartung und Reinigung in Bern zu Wort gemeldet. An der gut besuchten Veranstaltung wurde deutlich, dass die neoliberalen Schlagworte der letzten Jahre und Jahrzehnte auch an den Bereichen Gebäudeunterhalt und -reinigung nicht vorübergegangen sind: Jahrelang war das Handwerk des Service public Hauptopfer von Personalabbau und Sparmassnahmen. Privatisierungen im In- und Ausland zeigen indes eine erschreckende Bilanz. Ruedi Strehler führte beispielsweise vor, dass die Auslagerung der Gebäudereinigung in den meisten Fällen kein Geld spart. Das beweist die Stadt Winterthur, welche die Reinigung ihrer Gebäude und Sportanlagen immer noch selber besorgt. Strehler sieht die grossen Vorteile in der ganzheitlichen Betreuung und in der Flexibilität, welche Externe nicht in diesem Mass gewährleisten können. Am Vormittag hatte Stefan Giger, vpod-Generalsekretär, demonstriert, zu welch unsinnigen Resultaten der Leistungslohn im öffentlichen Dienst führt. Die von den Kolleginnen und Kollegen verabschiedete Resolution signalisiert deutlich, dass die Arbeitnehmenden nicht bereit sind, jene Suppe auszulöffeln, die ihnen von den Abzockern mit ebensolchen Schlagworten - Leistung belohnen, Privatisieren, Liberalisieren - eingebrockt wurde.




